Die US-Streitkräfte haben am Montag Meldungen iranischer Staatsmedien zurückgewiesen, wonach der Iran ein US-Kriegsschiff im Persischen Golf mit Raketen angegriffen habe. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein neues Programm zur Führung von Handelsschiffen durch die strategisch wichtige Meerenge angekündigt.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, ein US-Kriegsschiff im südöstlichen Bereich der Straße von Hormuz sei wegen angeblicher Verstöße gegen maritime Sicherheits- und Navigationsregeln beschossen worden. Das Schiff habe sich nach dem Angriff zurückgezogen. Ein iranischer Regierungsvertreter gegenüber der BBC sprach von einem Warnschuss, konnte jedoch keine Schäden bestätigen.
Das US Central Command (CENTCOM) wies die Behauptungen umgehend zurück:
„Behauptung: Iranische Staatsmedien behaupten, die Revolutionsgarden hätten ein US-Kriegsschiff mit zwei Raketen getroffen.“
„Wahrheit: Kein US-Kriegsschiff wurde getroffen. US-Streitkräfte unterstützen ‚Project Freedom‘ und setzen die Blockade iranischer Häfen fort.“
Hintergrund ist Trumps kürzlich angekündigtes „Project Freedom“, ein Programm zur Begleitung von Handelsschiffen und verbündeten Marineeinheiten durch die Straße von Hormuz. Gleichzeitig soll die bereits bestehende Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten werden – von Washington als „humanitäre Geste“ bezeichnet. Der Iran reagiert seinerseits mit einer eigenen Blockade der strategisch wichtigen Wasserstraße.
Die Spannungen in der Region bleiben damit weiterhin hoch, während beide Seiten ihre jeweiligen Sicherheitsmaßnahmen verstärken.