Kalifornien plant Vermögenssteuer – doch die Geschichte zeigt: Sie funktioniert nicht

In Kalifornien wird erneut über eine Steuer auf Milliardäre diskutiert. Progressive Politiker fordern eine solche Abgabe, darunter Senatoren wie Elizabeth Warren (Demokraten, Massachusetts) und Bernie Sanders (Unabhängiger, Vermont). Doch die Idee ist nicht neu – und die Erfahrungen anderer Länder zeigen: Vermögenssteuern scheitern in der Praxis regelmäßig.

Frankreichs gescheiterte Vermögenssteuer: Ein abschreckendes Beispiel

Das prominenteste Beispiel ist Frankreich. 2018 schaffte das Land seine jährliche Vermögenssteuer auf große Vermögen ab – nach Jahren der Kritik und negativer Folgen. Die Steuer hatte zu massiver Abwanderung wohlhabender Bürger geführt, darunter Unternehmer und Investoren. Viele verlagerten ihren Wohnsitz in Länder mit günstigeren Steuersystemen, wie die Schweiz oder Belgien.

Die Folgen waren gravierend: Statt höhere Einnahmen zu generieren, sanken die Steuereinnahmen. Zudem entstanden Schlupflöcher, durch die Reiche ihre Vermögen legal umstrukturierten, um der Steuer zu entgehen. Die französische Regierung räumte schließlich ein, dass die Steuer mehr schadete als nützte.

Warum Vermögenssteuern oft kontraproduktiv sind

Experten nennen mehrere Gründe, warum Vermögenssteuern selten die gewünschten Effekte erzielen:

  • Kapitalflucht: Reiche Bürger und Unternehmen verlegen ihren Wohnsitz oder Firmensitz in Steueroasen, um der Abgabe zu entgehen.
  • Wirtschaftliche Verzerrungen: Die Steuer kann Investitionen hemmen und Unternehmen dazu bewegen, weniger zu wachsen oder Arbeitsplätze abzubauen.
  • Bürokratie und Schlupflöcher: Hohe Vermögenswerte lassen sich oft schwer erfassen. Reiche nutzen legale Gestaltungsmöglichkeiten, um die Steuer zu umgehen.
  • Sinkende Steuereinnahmen: Wenn die Steuer zu Abwanderung führt, fallen die erwarteten Mehreinnahmen aus – im schlimmsten Fall sogar die Gesamteinnahmen.

„Vermögenssteuern bestrafen Erfolg und führen oft zu genau dem Gegenteil dessen, was sie erreichen sollen.“ – Andrew Heaton, Ökonom und Autor

Kalifornien könnte aus den Fehlern anderer lernen

Kalifornien steht vor einer ähnlichen Situation wie Frankreich vor Jahren. Die Idee einer Vermögenssteuer mag auf den ersten Blick gerecht erscheinen, doch die Realität zeigt: Sie trifft nicht nur die Reichen, sondern die gesamte Wirtschaft. Studien zeigen, dass solche Steuern oft zu geringeren Investitionen und langsamerem Wirtschaftswachstum führen.

Statt neue Steuern einzuführen, könnten kalifornische Politiker über alternative Lösungen nachdenken, wie:

  • Eine Reform der Einkommenssteuer, um Spitzenverdiener fairer zu besteuern.
  • Die Förderung von Wirtschaftswachstum durch niedrigere Unternehmenssteuern.
  • Investitionen in Bildung und Infrastruktur, um langfristig mehr Steuereinnahmen zu generieren.

Fazit: Vermögenssteuern sind kein Allheilmittel

Die Debatte um Vermögenssteuern wird weitergehen – doch die Erfahrungen anderer Länder zeigen: Sie sind kein wirksames Mittel, um Ungleichheit zu bekämpfen. Stattdessen führen sie oft zu Kapitalflucht, Bürokratie und wirtschaftlichen Nachteilen. Kalifornien sollte aus den Fehlern Frankreichs lernen und nachhaltigere Lösungen suchen.

Quelle: Reason