X verdoppelt Link-Posting-Kosten auf 20 Cent pro Beitrag

Seit Montag hat X die Gebühren für das Posten von Links über die X-API drastisch erhöht. Betrug der Preis zuvor 0,01 US-Dollar pro verlinktem Beitrag, liegt er nun bei 0,20 US-Dollar – ein Anstieg um 1.900 Prozent. Diese Änderung betrifft alle Drittanbieter-Tools, die über die API auf die Plattform zugreifen.

Verlage könnten X noch stärker meiden

Die neuen Kosten könnten die ohnehin schon sinkende Attraktivität von X für Verlage weiter verschlechtern. Viele Publisher vermuten, dass Links in Posts die Reichweite verringern. Ein kürzlicher Streit zwischen Nate Silver und X-Produktchef Nikita Bier unterstrich diese Bedenken. Silver warf X vor, Links zu "deboosten", während Bier dies bestritt.

„Links sind nicht deboosted.“ – Nikita Bier, X-Produktchef

Folgen für Drittanbieter und Nutzer

Die Preiserhöhung trifft vor allem Entwickler von Social-Media-Tools, die auf die X-API angewiesen sind. Viele Nutzer könnten auf günstigere Alternativen ausweichen, was die Reichweite von X weiter verringern könnte. Besonders betroffen sind kleine Verlage und unabhängige Content-Ersteller, die auf Drittanbieter-Tools angewiesen sind.

Mögliche Auswirkungen:

  • Weniger Verlinkungen in Posts, da Nutzer und Verlage die hohen Kosten scheuen
  • Rückgang der Nutzung von Drittanbieter-Tools für X
  • Zunahme von manuellen Postings, um Kosten zu sparen
  • Verstärkter Wechsel zu anderen Plattformen wie Bluesky oder Threads

Hintergrund: Xs Strategie unter Elon Musk

Seit der Übernahme durch Elon Musk hat X wiederholt Gebühren für API-Zugriffe erhöht. Ziel ist es, die Plattform für Entwickler und Verlage weniger attraktiv zu machen, um die Kontrolle über die Inhalte zu behalten. Kritiker sehen darin einen Versuch, die Plattform zu monetarisieren, ohne Rücksicht auf die Nutzer und Content-Ersteller zu nehmen.

Quelle: The Verge