Adobe setzt auf KI für zielgruppengerechte Markenkommunikation
Adobe hat in den letzten Monaten kontinuierlich KI-Funktionen und Plattform-Updates eingeführt, die das Brand Design intuitiver, schneller und personalisierter machen. Mit Asset Amplify präsentiert das Unternehmen nun ein neues Tool, das vollständige Websites, Social-Media-Posts und Printmaterialien für definierte Zielgruppen wie Gen Z oder Millennials automatisch generieren kann.
Experimentelle Tools auf dem Adobe Summit 2026
Asset Amplify gehört zu den „Sneaks“ – experimentellen Tools, die Adobe jährlich auf dem Adobe Summit vorstellt. Diese UX-Experimente stammen aus verschiedenen Unternehmensbereichen und werden nur dann zu offiziellen Produkten, wenn sie auf ausreichend Nutzerinteresse stoßen. Laut Eric Matisoff, Principal Evangelist bei Adobe und Verantwortlicher für das Sneaks-Programm, werden etwa 30 % dieser Tools später in die Adobe-Plattformen integriert.
Adobe investiert massiv in KI und Design
Wie viele andere Unternehmen, die sowohl auf KI als auch auf Design setzen, baut Adobe seine Position als All-in-One-Lösung für Markenkommunikation weiter aus. Im Dezember 2023 kündigte Adobe die Adobe AI Foundry an – eine Beratungssparte für Fortune-2000-Unternehmen, die individuelle KI-Modelle für die Erstellung von Inhalten nach eigenen Markenrichtlinien entwickeln. Zudem startete Adobe diesen Monat die öffentliche Beta des Firefly AI Assistant, ein Tool, das wie ein autonomer digitaler Art Director funktioniert.
Asset Amplify: KI-gestützte Zielgruppenansprache
Laut Matisoff liegt der Fokus von Adobe zunehmend auf der zielgruppenspezifischen Ansprache. Unternehmen suchen nicht mehr nur nach generischen KI-Tools, sondern nach Lösungen, die ihre individuellen Zielgruppen verstehen und bedienen können. So funktioniert Asset Amplify:
- Eingabe von Markenassets: Unternehmen laden bestehende Inhalte wie Showroom-Videos, Werbespots oder Social-Media-Posts hoch. Je mehr Material bereitgestellt wird, desto präziser sind die Ergebnisse.
- Prompt-basierte Generierung: Nutzer geben einen schriftlichen Auftrag ein, der beschreibt, welche Art von Asset (z. B. Website, Social-Media-Post) und welche Zielgruppe (z. B. Gen Z, Millennials, regionale Segmente) angesprochen werden soll.
- Automatische Anpassung: Die KI analysiert die Eingaben und generiert Inhalte, die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind.
Beispiel: Luxus-Elektroauto-Marke „Vanto“
In einer exklusiven Demo mit Fast Company testete ein Adobe-Entwickler Asset Amplify mit einer fiktiven Luxus-Elektroauto-Marke namens Vanto. Das Tool sollte zwei verschiedene Websites generieren – eine für Millennials und eine für Gen Z:
- Millennials: Minimalistisches Design mit eleganten Schriftarten, familienfreundlichen Visuals und Botschaften wie „Crafted for those who’ve earned it“ (dt. „Für diejenigen gemacht, die es sich verdient haben“).
- Gen Z: Auffällige Neon-Blau-Töne, futuristische Tron-ähnliche Visuals und performanceorientierte Botschaften wie „Unleash electric fury“ (dt. „Entfessle elektrische Wut“) und „Dominate every road“ (dt. „Beherrsche jede Straße“).
„Unternehmen wollen nicht mehr nur generische KI-Tools, sondern Lösungen, die ihre spezifischen Zielgruppen verstehen und bedienen können.“
Eric Matisoff, Principal Evangelist bei Adobe
Zukunft der Markenkommunikation mit KI
Asset Amplify zeigt, wie KI die Markenkommunikation revolutionieren kann – von der automatisierten Erstellung von Inhalten bis hin zur präzisen Zielgruppenansprache. Mit Tools wie diesem positioniert sich Adobe als Vorreiter in der Kombination von KI und kreativem Design.