Der US-amerikanische Regisseur Zach Cregger, bekannt für seine Vorliebe für unheimliche Stille und actionreiche Szenen, hat mit seinem neuen Trailer zu Resident Evil die Erwartungen an das kommende Horrorfilm-Projekt weiter geschürt. Der Trailer, der als Nachfolger zu seinem Film Weapons angekündigt wurde, verspricht eine intensive Mischung aus Survival-Horror und Adrenalin.

Im Mittelpunkt steht der Schauspieler Austin Abrams, der in einer winterlichen Umgebung ein verlassenes Haus betritt. Nach einem Anruf bei einer geliebten Person beginnt er, nach Vorräten zu suchen. Dabei stößt er auf eine Schrotflinte und Schlüssel – essentielle Utensilien, um sich gegen die drohende Gefahr zu behaupten. Denn der Trailer zeigt unmissverständlich: Es geht um Zombies. Und zwar um viele.

Diese Fokussierung auf das Überleben und das schnelle Handeln markiert einen deutlichen Bruch mit den bisherigen Verfilmungen des Kult-Spiels. Bisher wurde die Resident Evil-Reihe vor allem mit dem Regisseur Paul W. S. Anderson und dessen sechs Filmen mit Milla Jovovich in der Hauptrolle assoziiert. Obwohl diese Adaptionen von der Kritik oft verrissen wurden und sich stark vom Original unterscheiden, entwickelten sie sich zu einem Kultphänomen.

Ein weniger erfolgreicher Versuch war der Reboot Resident Evil: Welcome to Raccoon City aus dem Jahr 2021. Unter der Regie von Johannes Roberts orientierte sich der Film stärker an der Spielvorlage und führte Charaktere wie Claire Redfield, Jill Valentine und Albert Wesker ein. Doch trotz der treuen Umsetzung des Spielstoffs scheiterte der Film an den Kinokassen – und ebnete so den Weg für Creggers Version.

Laut ersten Berichten greift auch Creggers Film auf Elemente des Spiels zurück. So sind im Trailer bereits bekannte Zombie-Varianten zu sehen, und Abrams spielt einen Kurier, der ein Paket zum Raccoon City Hospital bringen muss. Dennoch betont Cregger, dass sein Film trotz seiner Liebe zum Original eine eigenständige Geschichte erzählt, die sich bewusst von den Spielcharakteren löst. „Ich bin der größte Verehrer der Spiele, und mein Film hält sich an die Lore – aber es ist eine andere Geschichte, eine, die außerhalb der Spielcharaktere steht“, erklärt er.

Cregger vergleicht sein Werk mit Evil Dead II, was sich mit dem gezeigten Material deckt: Ein Großteil des Films spielt in einem isolierten Haus, das von humanoiden Monstern belagert wird. Testzuschauer beschreiben den Film zudem als eine Mischung aus Mad Max: Fury Road und Horror – eine Einschätzung, die angesichts der im Trailer gezeigten Actionszenen nachvollziehbar ist.

Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, könnte Creggers Resident Evil nicht nur eine gelungene Videospiel-Adaption, sondern auch ein packender Horrorfilm werden. Vor allem aber wäre es ein weiterer Beweis dafür, dass Zach Cregger seinen eigenen Stil findet – und das ist für Fans mehr als vielversprechend.