Seit Aaron Rodgers als Free Agent verfügbar ist, wird schnell klar: Nur wenige NFL-Teams wollen ihn als Starting-Quarterback verpflichten. Bisher hat einzig die Pittsburgh Steelers konkretes Interesse signalisiert. Die Arizona Cardinals könnten ebenfalls eine Option sein – schließlich fehlt dem Team ein klarer Stamm-Quarterback.
Doch die Verbindung zwischen Rodgers und den Cardinals hat noch eine andere Ebene: Nathaniel Hackett, sein ehemaliger Offensive Coordinator bei den Packers und Jets, arbeitet mittlerweile in Arizona. Auch Mike LaFleur, Bruder von Packers-Coach Matt LaFleur (mit dem Rodgers zwei NFL-MVP-Titel gewann), ist seit Kurzem Head Coach der Cardinals. LaFleur war zuletzt Offensive Coordinator bei den Rams und sah in Rodgers eine mögliche Backup-Option, falls Matthew Stafford den Verein verlassen hätte.
In den letzten Tagen haben Medien verstärkt Verbindungen zwischen Rodgers und den Cardinals gezogen – Verbindungen, die schon seit Wochen sichtbar waren. Trotz der Verpflichtung von Quarterback Carson Beck im Draft bleibt die Position bei den Cardinals unklar. Doch selbst wenn Rodgers zu den Cardinals wechseln würde: Wie realistisch ist ein Playoff-Einzug?
Die Cardinals müssten sich in ihrer Division gegen die Seahawks, Rams und 49ers durchsetzen – und das gleich zweimal pro Saison. Hinzu kommen Spiele gegen alle Teams der AFC West und NFC East sowie gegen die Saints, Jets und Lions. Ein Playoff-Run mit Rodgers wäre also möglich, aber alles andere als einfach.
Es gibt also Gründe, warum die Cardinals Rodgers interessant finden könnten – und warum Rodgers selbst Interesse an Arizona haben könnte. Gleichzeitig gibt es ebenso viele Gründe, die gegen eine Zusammenarbeit sprechen. Fast zwei Monate nach Beginn der Free Agency gibt es bisher keine Anzeichen dafür, dass die Cardinals Rodgers verfolgen oder Rodgers an den Cardinals interessiert ist. Könnte es trotzdem passieren? Natürlich. Ergibt es auf den ersten Blick Sinn? Absolut. Auf den zweiten Blick? Nicht unbedingt.