Es heißt, man kann nicht zurück in die Heimat. Doch was, wenn es im Kino manchmal doch möglich ist? Genau dieser Gedanke steckt hinter "Chasing Summer", einer Indie-Komödie über eine Frau, die dorthin zurückkehrt, wo alles begann – um sich selbst neu zu finden.
Für Iliza Shlesinger, die nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch das Drehbuch schrieb, war diese Geschichte weit mehr als ein typisches Filmplot. "Ich schrieb den Film 2018 in einer Phase meines Lebens, in der ich mich selbst neu definieren musste", erklärt sie im Interview mit Den of Geek. Damals stand sie kurz vor der Hochzeit, fühlte sich aber gleichzeitig nostalgisch für die unbeschwerten Jahre vor dem Erwachsenwerden. "Ich war glücklich, aber ich trauerte auch um die Zeit, in der man noch Kind sein konnte", sagt sie.
In der Komödie spielt Shlesinger die 40-jährige Jamie, eine Katastrophenhelferin, die nach einer schmerzhaften Trennung zu ihren Eltern in ihre texanische Heimatstadt zurückkehrt – ein Ort, den sie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr besucht hat. Doch die Rückkehr ist alles andere als einfach: Ihre Vergangenheit holt sie schnell ein. Dazu gehören Chase, ihr ehemaliger Football-Star-Freund (gespielt von Tom Welling), der sie damals betrogen hat, sowie die Gerüchte, die ihre Beziehung begleiteten.
Für Shlesinger war der Film eine Möglichkeit, die Magie der texanischen Sommer einzufangen – jene Zeit nach der High School, in der man frei von Verantwortung war und das Leben noch unbeschwert genießen konnte. "Ich wollte diese Momente in Bernstein gießen", sagt sie. "Die Zeit zu Hause, das Gefühl von Frustration und gleichzeitig von Freiheit. Sobald man Ehefrau, Mutter oder im Berufsleben steht, gibt es diese unbeschwerte Sommerzeit nicht mehr."
Die Zusammenarbeit mit Tom Welling, bekannt aus Smallville und Lucifer, war für Shlesinger ein besonderer Glücksfall. "Während der Pandemie habe ich über 500 Folgen von Lucifer geschaut und mich gefragt: Wer ist dieser muskulöse Mann?", erzählt sie lachend. "Ich hatte ihn sofort für die Rolle im Sinn und hoffte inständig, dass sein Management zustimmt." Welling selbst zeigte sich begeistert von der Idee, in einem solchen Projekt mitzuwirken.