Grausame Taten in privater Telegram-Gruppe
Chinesische Polizei hat einen 60-jährigen Mann aus der Provinz Henan festgenommen, der beschuldigt wird, rund 1.500 streunende Katzen gefoltert und getötet zu haben. Die Tat soll er im Austausch für Kryptowährungen begangen haben. Laut Ermittlern war der Mann der Anführer einer geschlossenen Telegram-Gruppe, in der Mitglieder gegen Bezahlung individuelle Videos von Tierquälerei in Auftrag gaben.
Entdeckung eines verstümmelten Kätzchens
Am 19. April entdeckten Freiwillige einer Tierschutzorganisation ein Kätzchen mit ausgerissenen Augen und durchtrennter Kehle in einem Müllcontainer nahe dem Haus des Verdächtigen. „Ma“, so der Nachname des Mannes, soll laut den Ermittlungen der Haupttäter sein.
Hinweise auf systematische Taten
Die Tierschützer hatten monatelang versucht, die Identität des Gruppenleiters zu enthüllen. Sie fanden heraus, dass „Ma“ einem Nachbarn angeboten hatte, über 20 streunende Katzen zu vermitteln. Am 18. April adoptierte er selbst ein Kätzchen – in derselben Nacht soll er die Lautstärke seines Fernsehers hochgedreht haben, vermutlich um die Schreie des Tieres zu übertönen. Am nächsten Morgen wurde das Kätzchen tot in dem Müllcontainer gefunden.
Beweise für die Täterschaft
Die Gruppe hatte den Mann unter dem Alias „Mou Tian“ in der Telegram-Gruppe beobachtet. Seit 2022 soll er dort Videos von Tierquälerei veröffentlicht und gegen Krypto-Spenden individuelle Aufträge ausgeführt haben. Durch Analyse von Fotos und Videos konnten die Ermittler nachweisen, dass „Ma“ und „Mou Tian“ dieselbe Person sind.
Späte nächtliche Ausflüge und verschwundene Katzen
Die Tierschützer beobachteten, dass der Verdächtige fast täglich gegen Mitternacht das Haus verließ und erst zwischen 4 und 5 Uhr morgens zurückkehrte. „Wir vermuten, dass er gezielt zu Zeiten unterwegs war, in denen weniger Menschen unterwegs sind, um streunende Katzen zu fangen und zu misshandeln“, erklärte Zhang, ein Mitglied der Tierschutzgruppe.
Zudem fand die Gruppe heraus, dass „Ma“ über Tierhandlungen, Online-Plattformen und Tierschutzorganisationen Katzen adoptiert hatte – der Verbleib der meisten Tiere bleibt jedoch unklar. „Mou Tian“ hatte in der Gruppe zuvor angegeben, nachts Katzen zu misshandeln und zu töten sowie Menschen gezielt Kätzchen zum Adoptieren zu überlassen. Diese Aussagen decken sich mit dem Verhalten des Verdächtigen.
Ermittlungen und weitere Schritte
Die Freiwilligen sammelten online und vor Ort Beweise, um ihre Vermutungen zu bestätigen. Durch Befragungen von Anwohnern und digitale Spuren konnte die Verbindung zwischen „Ma“ und „Mou Tian“ hergestellt werden. Die Polizei prüft nun weitere Vorwürfe und mögliche Mittäter.
„Solche Taten sind nicht nur grausam, sondern auch illegal. Wir fordern eine konsequente Strafverfolgung.“ – Tierschutzaktivist Zhang