Die jüngsten Regelanpassungen der FIA waren das zentrale Gesprächsthema am Donnerstag im Miami International Autodrome. Die Fahrer zeigten sich zwar offen für die Änderungen, gehen jedoch nicht von spürbaren Leistungssteigerungen aus. Max Verstappen kommentierte die Situation mit den Worten:
"Es ist eher ein kleines Zucken. Das reicht noch nicht, um wirklich Vollgas zu fahren. Aber es ist kompliziert, alle zu überzeugen. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wirklich große Veränderungen umsetzen können."
Verstappen betonte zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Formel 1, FIA und Fahrern:
"Das Positive ist, dass wir einige gute Gespräche geführt haben. Das könnte ein erster Schritt für die Zukunft sein."
Lewis Hamilton unterstrich die Forderung nach mehr Einbindung der Fahrer in den Regulierungsprozess.
"Alle Fahrer arbeiten zusammen und treffen sich regelmäßig – doch wir haben keinen Sitz am Tisch. Wir engagieren uns mit FIA und Formel 1, aber wir sind keine Stakeholder. Das muss sich ändern."Hamilton verwies auf seine Erfahrungen mit Reifentests und betonte die Notwendigkeit engerer Zusammenarbeit:
"Die FIA sollte mit uns sprechen und uns einbeziehen. Feedback von Menschen, die nie ein Auto gefahren sind, bringt uns nicht weiter. Wir wollen gemeinsam an einem besseren Produkt arbeiten."
Auch Gabi Bortoleto von Audi zeigte sich optimistisch, aber zurückhaltend:
"Es geht in die richtige Richtung. Die FIA hat Fortschritte gemacht, aber es sind eher kleine Schritte."
Die aktuellen Regeländerungen konzentrieren sich vor allem auf Energieverwaltung und -einsatz. Da keine grundlegenden technischen Modifikationen vorgesehen sind, rechnen die Fahrer nicht mit dramatischen Veränderungen im Rennverlauf – weder im Hauptrennen noch im Sprint am Samstag.