Mercedes-AMG hat mit dem elektrischen GT 4-Türer Coupé einen ersten Einblick in die Zukunft der Sportwagen gegeben. Ein neues Video zeigt, wie der Antrieb mit synthetischem V8-Sound und simulierten Schaltvorgängen arbeitet. Die leichten Axialflussmotoren stammen von Yasa, einem Unternehmen, das zur Mercedes-AMG Petronas F1-Team gehört und seit 2021 im Besitz des Stuttgarter Autobauers ist.

Ein elektrischer GT mit V8-Feeling

In einem Werbevideo, das typisch für Mercedes ist, nimmt CEO Ola Källenius eine Probefahrt mit einem getarnten Prototypen auf. Gemeinsam mit einer Co-Moderatorin durchläuft er scheinbar anspruchsvolle „Herausforderungen“, die jedoch kaum aussagekräftig sind. Doch im Hintergrund verbirgt sich ein spannender Aspekt: der synthetische V8-Sound, den AMG-Fahrerin Doriane Pin im Sport+-Modus aktiviert.

Ob der Sound im Inneren des Fahrzeugs genauso überzeugend wirkt wie im Video, bleibt subjektiv. Doch aus der Perspektive des Zuschauers klingt die Nachbildung erstaunlich authentisch – sogar besser als der Dodge Charger Daytona. Besonders beeindruckend sind die simulierten Schaltgeräusche, die an ein herkömmliches Verbrennungsaggregat erinnern. Der GT „schaltet“ virtuell durch imaginäre Gänge bis zum simulierten Drehzahlbegrenzer.

Warum ein elektrischer GT mit V8-Sound?

Der synthetische Sound ist nicht nur eine Spielerei, sondern bietet auch praktische Vorteile. In einigen Ländern gibt es steuerliche Vergünstigungen für Elektrofahrzeuge, die den Kauf attraktiver machen. Wer also einen AMG mit V8-Flair sucht, muss nicht zwingend auf einen Verbrenner setzen. Der elektrische GT kombiniert somit Sportlichkeit mit ökologischen und finanziellen Vorteilen.

Technische Highlights: Leichte Motoren und hohe Leistung

Der neue GT setzt auf die innovativen Axialflussmotoren von Yasa, die bereits in der Formel 1 eingesetzt werden. Diese Motoren sind nicht nur extrem leicht, sondern bieten auch eine hohe Leistungsdichte. Die genaue Leistung des Tri-Motor-Systems ist noch nicht bekannt, doch der GT XX Concept, der als Vorläufer gilt, brachte es auf 1.341 PS (1.000 kW / 1.360 PS).

Zum Vergleich: Der stärkste Porsche Taycan leistet 1.034 PS (1.048 PS / 770 kW), während der Xiaomi SU7 Ultra sogar 1.526 PS (1.548 PS / 1.138 kW) entwickelt. Der AMG GT wird also alles geben müssen, um im Wettbewerb mithalten zu können. Das Video zeigt bereits, dass der GT mit präzisen Fahrmanövern, darunter Drifts, überzeugt.

Wann kommt der elektrische AMG GT?

Die Markteinführung des elektrischen GT 4-Türer Coupés ist für diesen Sommer geplant. Mit seinem synthetischen V8-Sound, den leichten Yasa-Motoren und einer beeindruckenden Leistung setzt Mercedes-AMG neue Maßstäbe in der Elektro-Sportwagenklasse. Ob der Sound und das Fahrgefühl überzeugen, wird sich dann zeigen.

„Der synthetische V8-Sound ist ein cleverer Kompromiss für alle, die auf Elektro setzen möchten, aber nicht auf den Charakter eines Verbrenners verzichten wollen.“
Quelle: CarScoops