FIFA 2026: Warum die Anreise zur WM so teuer wird

Die FIFA-WM 2026 steht vor der Tür – und mit ihr explodierende Preise für öffentliche Verkehrsmittel. Besonders betroffen sind Boston und New Jersey, wo die Fahrtkosten für Fans massiv steigen. Während normale Zugtickets in Massachusetts etwa 25 Dollar kosten, verlangen die Betreiber nun bis zu 80 Dollar für eine einfache Fahrt. Noch drastischer ist die Situation in New Jersey: Für eine Hin- und Rückfahrt von Manhattan zum MetLife Stadium werden 150 Dollar fällig – statt der üblichen 12,60 Dollar.

Schottische Fans setzen auf Schulbusse und sparen Hundert Dollar

Die schottische Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Spiel in Foxborough, Massachusetts, rund 80 Kilometer von Boston entfernt. Die Fans aus Schottland haben eine clevere Lösung gefunden, um die hohen Transportkosten zu umgehen: Sie mieten 20 Schulbusse, die sie direkt von Providence, Rhode Island, zum Spielort bringen. Statt 80 Dollar für einen Zug oder 90 Dollar für einen Bus zahlen sie nun nur 38 Dollar pro Person. Zusätzlich sicherte sich die Gruppe eine Polizeibegleitung für die Fahrt aus der Stadt heraus.

Diese Maßnahme zeigt, wie Fans auf die Preistreiberei reagieren. Während einige Städte wie Kalifornien und Dallas die Fahrpreise stabil halten, nutzen andere die WM als Gelegenheit, um die Preise massiv zu erhöhen.

Nicht alle Städte erhöhen die Preise – einige bleiben fair

Während Boston und New Jersey die höchsten Preise verlangen, setzen andere Austragungsorte auf faire Konditionen. In Kalifornien kostet die Fahrt von Claremont oder Simi Valley zum SoFi Stadium weiterhin nur 1,75 Dollar. Auch in Dallas bleibt der Preis für die Hin- und Rückfahrt zum Spielort bei 6 Dollar, und in Atlanta kostet eine einfache Fahrt zum Mercedes-Benz Stadium lediglich 2,50 Dollar.

«Die WM sollte für alle Fans zugänglich sein – nicht nur für diejenigen mit tiefen Taschen.» – Fußballfan aus Schottland

Warum steigen die Preise während der WM?

Die hohen Nachfragen während Großevents wie der FIFA-WM führen oft zu Preiserhöhungen bei Transportdienstleistern. Hotels, Tickets und auch öffentliche Verkehrsmittel werden zu Luxusgütern, die sich nur noch wohlhabende Fans leisten können. Doch die Reaktion der schottischen Fans zeigt: Es gibt Alternativen. Durch gemeinschaftliche Lösungen wie die Anmietung von Schulbussen können sie die Kosten deutlich senken und trotzdem pünktlich zu ihren Spielen anreisen.

Was bedeutet das für zukünftige Großevents?

Die aktuellen Entwicklungen werfen Fragen auf: Sollten Städte und Verkehrsbetriebe während Großevents wie der WM faire Preise anbieten, um die Zugänglichkeit für alle Fans zu gewährleisten? Oder ist die Preistreiberei ein unvermeidbarer Nebeneffekt solcher Events? Die schottischen Fans haben gezeigt, dass es auch anders geht – mit Kreativität und Gemeinschaftssinn.

Quelle: CarScoops