Der Lancia 037 zählt zu den ikonischsten Rallyefahrzeugen aller Zeiten. 1983 besiegte er den Audi Quattro und wurde damit das letzte zweiradgetriebene Auto, das eine Rallye-Weltmeisterschaft gewann. Jetzt setzt die italienische Marke Kimera Automobili diese Legende fort – mit einem modernen Hypercar, das dem 037 verblüffend ähnlich sieht.
Auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este wurde kürzlich der Kimera K-39 präsentiert. Sein Herzstück ist ein 1.000-PS-V8 von Koenigsegg, der speziell für diesen Einsatz modifiziert wurde. Mit 1.000 PS bei 7.350 U/min und 1.200 Nm Drehmoment bei 5.500 U/min ist der Motor eine technische Meisterleistung. Zudem erreicht er Drehzahlen bis 8.250 U/min.
Doch Kimera geht noch einen Schritt weiter: Der K-39 soll weltweit als neues Fahrzeug zertifiziert werden. Koenigsegg unterstützt dabei nicht nur mit dem Motor, sondern bietet auch Zugang zu Diagnose- und Software-Updates in der Cloud. So bleibt der Hypercar stets auf dem neuesten Stand.
Optisch bleibt der K-39 dem Original treu – mit kurzem Radstand und markanten Kotflügeln. Doch die Aerodynamik wurde für das 21. Jahrhundert optimiert: Tiefere Lufteinlässe und komplexere Leitbleche sorgen für mehr Downforce. Kimera plant sogar einen Einsatz beim Pikes Peak International Hill Climb, um die Leistungsfähigkeit des Verbrenners unter Beweis zu stellen. Ein konkretes Datum steht noch nicht fest, doch das Unternehmen betont: „Es geht um die Verteidigung einer Vision, die an die nachhaltige Evolution der Verbrenner-Technologie glaubt.“
Ob der K-39 am Pikes Peak tatsächlich eine Botschaft setzen kann, bleibt fraglich. Die Höhe des Berges begünstigt Elektrofahrzeuge, die weniger unter Leistungsverlust leiden. Dennoch könnte Kimera damit eine Rechnung begleichen: Der Lancia-Werksteam trat nie in Pikes Peak an, doch der Erzrivale Audi stellte 1987 einen Rekord auf, der bis heute ungebrochen ist.
Für seine treuesten Kunden plant Kimera eine limitierte Auflage von nur zehn Pikes Peak-Spezialmodellen. Diese erhalten größere Heckflügel und weitere aerodynamische Anpassungen. Die Preise für beide Versionen – Standard und Pikes Peak – wurden noch nicht veröffentlicht. Eines ist jedoch sicher: Ein Hypercar mit Koenigsegg-V8 kommt nicht günstig.