Der Oscar-nominierte Schauspieler Mark Ruffalo und der Forschungsdirektor des American Economic Liberties Project, Matt Stoller, haben in einem Gastbeitrag für die New York Times vor der geplanten Fusion zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery gewarnt. In ihrem Artikel, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, rufen sie Künstler dazu auf, ihre Stimme gegen den Deal zu erheben – trotz der Angst vor beruflichen Konsequenzen.

„Es gibt viele Gründe, diesen Deal zu blockieren, aber der wichtigste ist die Angst, die wir bei Künstlern feststellen“, schreiben Ruffalo und Stoller. „Eine tiefe, hässliche und allgegenwärtige Angst davor, sich zu äußern.“

Laut den Autoren hätten sie bei der Suche nach Unterstützern für einen offenen Brief gegen die Fusion festgestellt, dass viele aus Sorge vor beruflichen Repressalien zögern. Als Beispiele nennen sie einen Bericht von TheWrap, wonach Paramount Werbung bei The Ankler zurückzog, nachdem dessen Chefredakteur Rich Rushfield Buttons mit der Aufschrift „Block the Merger“ trug. Zudem berichtete Semafor, dass CNN einen Auftritt Ruffalos absagte, um eine mögliche Berichterstattung über die geplante Übernahme seines Mutterkonzerns zu vermeiden.

„Diese Fusion wird Hollywood schaden – doch bereits jetzt herrscht eine Kultur der Angst, in der Menschen nicht mehr trauen, ihre Meinung über ihre eigene Branche zu äußern“, so die Autoren. Der einzige Weg, dieser Angst zu begegnen, sei gemeinsames Handeln.

Ruffalo und Stoller verweisen auf die wachsende Unterstützung für ihre Initiative: Über 4.000 Künstler haben bereits einen Brief unterzeichnet, in dem sie Generalstaatsanwälte auffordern, die Fusion zu blockieren. Auch Politiker wie der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta, der Senator Cory Booker und der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützen die Kampagne öffentlich.

Als Zeichen der Hoffnung nennen die Autoren jüngste juristische Rückschläge für Medien- und Tech-Konzerne, darunter ein Urteil gegen die geplante Fusion von Nexstar und Tegna sowie eine Verurteilung von Meta und Google in einem Prozess wegen Jugendabhängigkeit in sozialen Medien.

„Die Oligarchen sind noch an der Macht, aber ihr Griff beginnt zu bröckeln. Wir haben gesehen, was passiert, wenn Unternehmen, die Monopole begünstigen, eine Kultur der Angst schaffen. Doch unsere wachsende Koalition zeigt: Wenn wir uns nicht einschüchtern lassen, die vermeintliche Unvermeidbarkeit infrage stellen und gemeinsam kämpfen, können wir gewinnen.“

Ein Sprecher von Paramount äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen.

Quelle: The Wrap