Der NASA-Rover Curiosity hat auf dem Mars eine faszinierende Entdeckung gemacht: eine Felsformation, die an die Schuppen eines gigantischen Reptils erinnert. Die ungewöhnliche Struktur wirft neue Fragen über die geologische Geschichte des Roten Planeten auf.

Ein zufälliger Fund während einer Routineuntersuchung

Auf dem Weg zu einem kleinen Krater namens Antofagasta – benannt nach einer chilenischen Stadt und Region – stieß der Rover auf das skurrile Felsmuster. Der Krater mit einem Durchmesser von etwa 32 Fuß könnte Spuren organischer Verbindungen enthalten, die auf mögliche Hinweise für frühes Leben auf dem Mars hindeuten.

Kevin M. Gill, Ingenieur am Jet Propulsion Laboratory der NASA, veröffentlichte die Aufnahmen der polygonalen Felsstruktur. „Wir haben zwar schon ähnliche Muster gesehen, aber noch nie in dieser ausgeprägten Form, die sich über Meter erstreckt“, erklärte die NASA in einer Stellungnahme.

Uralte Schlammstrukturen als mögliche Erklärung

Eine Theorie besagt, dass die schuppigen Strukturen durch uralte, rissige Schlammbänke entstanden sein könnten. Vor etwa 3,8 bis 3,6 Milliarden Jahren könnte Mars feuchter und wärmer gewesen sein, mit häufigen Zyklen von Nässe und Trockenheit, die solche Muster hinterließen. Diese Annahme stützt sich auf eine Studie aus dem Jahr 2022, veröffentlicht in Nature.

Neue Hinweise auf mögliches Leben auf dem Mars

Die Entdeckung reiht sich in eine Reihe von Funden ein, die auf potenzielles Leben auf dem Mars hindeuten könnten. Erst im vergangenen Jahr entdeckte der Rover Perseverance im Jezero-Krater Gesteinsformationen, die an „Leopardenflecken“ erinnerten. Diese könnten auf Biosignaturen längst ausgestorbener Mikroben hindeuten.

Während die Suche nach Leben auf dem Mars noch lange nicht abgeschlossen ist, zeigen solche Funde, dass der Rote Planet einst lebensfreundlicher war als heute. Die NASA sammelt weiterhin Daten, um die Entstehung der ungewöhnlichen Strukturen besser zu verstehen.

Weitere mysteriöse Phänomene auf dem Mars

Nicht nur Curiosity macht Schlagzeilen: Wissenschaftler sind derzeit von einer „negativen Massenanomalie“ unter der Marsoberfläche fasziniert, deren Ursprung noch ungeklärt ist. Solche Entdeckungen unterstreichen, wie viel es noch über unseren Nachbarplaneten zu erforschen gibt.

Quelle: Futurism