Die US-amerikanische Moderatorin Megyn Kelly hat in ihrer Talkshow „The Megyn Kelly Show“ den CNN-Journalisten Jake Tapper wegen dessen Unterstützung für Jimmy Kimmel angegriffen. Hintergrund ist Kimmels umstrittene Äußerung über Melania Trump, die er bei einem Auftritt als „Glück einer werdenden Witwe“ bezeichnete.

Kelly warf Tapper vor, durch seine Freundschaft mit Kimmel seine journalistische Objektivität zu gefährden. Sie zeigte ein Foto von Tapper bei einer Party in Kimmels Lodge in Idaho und kommentierte: „Meine Freunde, das ist der Grund, warum man sich nicht zu sehr mit den Menschen anfreundet, über die man berichten muss.“

Kelly betonte, sie lehne fast alle Einladungen ab, um Distanz zu öffentlichen Personen zu wahren. „Ich will nicht zu vertraut mit ihnen werden. Ich weiß, dass ich sie irgendwann kritisieren muss – auch Mitglieder der Trump-Administration.“

Tapper hatte zuvor in seiner Sendung betont, dass Journalismus und Witze keine Aufforderung zu Gewalt seien. Kelly konterte mit beißender Ironie: „Ich bin sicher, du suchst nur eine weitere Einladung nach Idaho, wo du nie hättest hingehen dürfen.“

Auch Hollywood-Star George Clooney geriet in Kellys Kritik, nachdem er Kimmel in einem Interview verteidigt hatte. Sie warf Clooney vor, durch seine Nähe zu Kimmel ebenfalls seine Neutralität verloren zu haben.

Kimmel selbst stand bereits im September 2023 in der Kritik, nachdem er nach dem Attentat auf Charlie Kirk makabre Witze gemacht hatte. Kelly fragte sarkastisch: „Wie kann dieser Mann so unempfindlich sein, Melania Trump als ‚Glück einer werdenden Witwe‘ zu bezeichnen?“

Der Streit zeigt erneut die polarisierte Debatte über die Grenzen von Humor und politischer Satire in den USA.

Quelle: The Wrap