Mercedes wechselt zu Samsung für zukünftige E-Autos
Mercedes-Benz wird ab 2028 bei neuen Elektrofahrzeugen auf Batteriezellen von Samsung SDI setzen. Die Entscheidung betrifft Modelle, die auf der neuen Mercedes Modular Architecture (MMA) basieren. Diese Plattform soll ab 2028 kompakte und mittelgroße SUVs sowie einige noch unbenannte Coupés umfassen.
Warum der Wechsel zu Samsung?
Der südkoreanische Batteriehersteller liefert NMC-Zellen (Nickel-Mangan-Kobalt), die eine hohe Energiedichte, lange Lebensdauer und stabile Leistung bieten. Damit entspricht Samsung den Anforderungen von Premium-Elektroautos, die auf Reichweite und Zuverlässigkeit setzen. Bisher bezog Mercedes solche Akkus von CATL, etwa für den CLA 250+ und CLA 350 4Matic.
Bestehende Modelle mit NMC-Batterien
- Mercedes CLA 250+ und CLA 350 4Matic (CATL)
- Mercedes VLE (115 kWh NMC-Batterie)
- Elektrische C-Klasse (94,5 kWh NMC-Batterie, Reichweite bis zu 760 km)
Samsung stärkt seine Position im EV-Markt
„Diese Partnerschaft vereint die Innovationskraft beider Unternehmen und unterstreicht Samsungs Ambitionen im globalen E-Auto-Markt.“ – Samsung SDI
NMC vs. LFP: Die Unterschiede
Mercedes setzt weiterhin auf NMC-Batterien, die durch ihre hohe Energiedichte mehr Reichweite bieten – ein entscheidender Faktor für Premiummarken. Alternativ kommen LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) zum Einsatz, die zwar weniger Reichweite bieten, aber langlebiger sind und häufiger bis 100 % geladen werden können. Diese eignen sich besonders für Alltagsfahrzeuge.
Ausblick: Was bedeutet das für Kunden?
Für Mercedes-Kunden ändert sich zunächst wenig, da bestehende Modelle weiterhin mit CATL-Akkus ausgestattet bleiben. Ab 2028 profitieren neue MMA-basierte Fahrzeuge jedoch von Samsungs Technologie. Die Entscheidung unterstreicht den Wettbewerb zwischen asiatischen Batterieherstellern und zeigt, wie stark die E-Auto-Branche um die beste Lösung ringt.