Rom — Julia Vitarello hat vor acht Jahren Geschichte geschrieben: Ihre Tochter Mila erhielt das erste maßgeschneiderte Medikament, das speziell auf ihre genetische Mutation zugeschnitten war. Jetzt, nach dem Scheitern ihres ersten Unternehmens, startet Vitarello einen neuen Vorstoß, um personalisierte Therapien für Patienten weltweit zugänglich zu machen.

Ihr ehemaliges Unternehmen, EveryONE Medicines, musste vor Kurzem schließen. Der Grund: Neue Richtlinien der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA, die eigentlich die Entwicklung individueller Therapien fördern sollten, reichten nicht aus, um die Investoren von EveryONE zu überzeugen. Die regulatorischen Hürden und fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten machten das Projekt unrentabel.

Doch Vitarello gibt nicht auf. Gemeinsam mit Partnern sucht sie nun nach neuen Geldgebern und Partnern, um ihre Vision zu verwirklichen. Ihr Ziel ist es, personalisierte Medizin in großem Stil zu ermöglichen – und damit anderen Familien ähnliche Schicksale wie das ihre zu ersparen.

Die Geschichte von Mila und Julia Vitarello zeigt, wie wichtig innovative Ansätze in der Medizin sind. Gleichzeitig wirft sie Fragen auf: Wie können maßgeschneiderte Therapien wirtschaftlich tragfähig gemacht werden? Und welche Rolle spielen dabei Regulierungsbehörden und Investoren?

Vitarello bleibt optimistisch. „Wir stehen erst am Anfang einer Revolution in der Medizin“, sagt sie. „Und wir werden alles daransetzen, dass diese Therapien eines Tages für alle zugänglich sind.“

Quelle: STAT News