Palantir überrascht mit Mode-Drop

Die US-Softwarefirma Palantir hat sich mit einem ungewöhnlichen Schritt in die Modebranche gewagt. Ihr Leiter für strategische Partnerschaften, Eliano A. Younes, präsentierte auf X (ehemals Twitter) einen „leichten Palantir-Arbeitsmantel“ aus 100 % Baumwolle, der in den USA designed und produziert wurde. Der Verkaufsstart ist für den 30. April 2026 geplant.

Design und Kritik im Netz

Die Reaktionen auf den Mode-Drop fielen gemischt aus. Während einige Nutzer die schlichte Eleganz des Mantels lobten, übten andere scharfe Kritik – insbesondere an der Designwahl. Ein Nutzer schrieb auf X:

„Ein US-Unternehmen sollte einen US-Arbeitsmantel anbieten. Traditionell hatten diese Mäntel vier Taschen und waren aus Denim oder Canvas. Euer Modell erinnert eher an französische Marken wie Vetra oder Le Labourer.“

Ein weiterer Kommentar lautete:

„Palantir inszeniert sich so patriotisch, aber wählt für den Mantel ein französisches Design statt eines amerikanischen. Wissen sie nicht einmal, worauf sie sich beziehen?“

Palantir rechtfertigt Designwahl

Younes verteidigte die Entscheidung in einer Antwort auf X. Er betonte, dass Palantir zwar ein US-Unternehmen sei, aber auch enge Verbindungen zu französischen Partnern pflege. Der Mantel sei bewusst schlicht und funktional gestaltet, um Kollegen auf Kundenbesuchen zu tragen. Mit drei aufgenähten Taschen und ohne überflüssige Details setze man auf einen puristischen Look:

„Drei genähte Taschen erfüllen ihren Zweck und halten die Kosten niedrig. Wir brauchen keine Reißverschlüsse oder Klappen, die das Design unnötig verkomplizieren. Es ist pur.“

Warum mischt sich Palantir in die Modebranche ein?

Palantir steht seit Jahren in der Kritik, unter anderem wegen seiner Zusammenarbeit mit Behörden wie ICE (Immigration and Customs Enforcement) und dem US-Militär. Erst kürzlich veröffentlichte das Unternehmen einen 22-Punkte-Plan auf X, der Thesen aus dem Buch „The Technological Republic“ von CEO Alex Karp zusammenfasste. Dieser Schritt wurde als politisch aufgeladen wahrgenommen.

Die Kombination aus Palantirs umstrittenem Kerngeschäft und dem Mode-Drop wirkt auf viele Nutzer wie ein unpassender Kulturclash. Einige Kommentare auf X spotteten:

  • „Integrierte Überwachungstechnik in den Mänteln?“
  • „Früher war Camouflage ein Symbol des Krieges – jetzt wird es zum Modeaccessoire.“

Die Diskussion zeigt, wie stark sich die Grenzen zwischen Technologie, Politik und Mode zunehmend verwischen – und wie schnell ein Unternehmen dabei in die Kritik geraten kann.