Der republikanische Abgeordnete aus Florida, Cory Mills, drohte während einer polizeilichen Vernehmung in Washington damit, die damalige Generalstaatsanwältin Pam Bondi anzurufen. Ihm wird vorgeworfen, am 19. Februar 2025 eine Frau in einer Hotelbar körperlich angegriffen zu haben.
Bodycam-Aufnahmen, die The Washington Post veröffentlichte, zeigen die Szene: Eine Frau, die offenbar Alkohol trank, zeigte dem Polizisten blaue Flecken an den Armen und Spuren im Gesicht. Anschließend erhielt sie einen Anruf von Mills. Daraufhin erklärte sie dem Beamten, Mills wolle, dass sie behaupte, die Verletzungen stammten von einem gemeinsamen Urlaub und sie neige zu Blutergüssen.
Als die Polizei Mills zu dem Vorfall befragte, griff dieser nach seinem Telefon.
„Ich bin einmal auf Sie zugegangen; wenn ich es noch einmal tue, werde ich Sie in Handschellen legen.“Der Beamte warnte ihn: „Wenn ich sage, Sie sollen nicht anrufen, dann tun Sie es nicht.“
— Richard Mazloom, vernehmender Polizist
Mills äußerte zudem Bedenken, die Anschuldigungen könnten „wegen meiner Partei politisiert“ werden.
„Das wird instrumentalisiert. Das zieht mich in einen Strudel.“
Widersprüchliche Aussagen der Zeugin
Im weiteren Verlauf kehrte die Frau zurück und behauptete, sich in der Sache geirrt zu haben. Der diensthabende Offizier stufte den Vorfall daraufhin als häusliche Auseinandersetzung ein.
Ethische Ermittlungen gegen Mills
Der Vorfall ist Teil einer umfassenden Untersuchung des House Ethics Committee, die im November 2024 begann. Ihm wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin mit intimen Fotos erpresst und Gewalt gegen zukünftige Partner angedroht zu haben. Ob es sich bei der Frau in den Aufnahmen um dieselbe Person handelt, ist unklar, da The Post ihre Identität nicht preisgab.
Parallel dazu traten zwei weitere Abgeordnete – der Demokrat Eric Swalwell und der Republikaner Tony Gonzalez – nach sexualbezogenen Vorwürfen zurück.