Washington, D.C. – Ein US-Bundesgericht hat die transfeindliche Politik von Robert F. Kennedy Jr. (RFK Jr.) gestoppt. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass die geplanten Maßnahmen gegen Transgender-Personen gegen die US-Verfassung verstoßen. Die Regelungen hätten Diskriminierung institutionalisiert und grundlegende Rechte verletzt, so das Urteil.
Gericht stoppt RFK Juniors Pläne
Am 16. April 2026 hatte RFK Jr. vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, D.C., zu seinen umstrittenen Plänen gesprochen. Dabei ging es um eine Reihe von Maßnahmen, die Transgender-Personen den Zugang zu medizinischer Versorgung und rechtlichem Schutz erschweren sollten. Das Gericht sah darin jedoch einen klaren Verstoß gegen den 14. Zusatzartikel der US-Verfassung, der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verbietet.
„Die geplanten Regelungen hätten eine systematische Benachteiligung von Transgender-Personen bedeutet. Das Gericht hat zu Recht entschieden, dass solche Maßnahmen verfassungswidrig sind.“
– ACLU-Sprecherin
Reaktionen auf das Urteil
Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung als historischen Sieg. Die American Civil Liberties Union (ACLU) bezeichnete das Urteil als „entscheidenden Moment für die Gleichberechtigung in den USA“. Auch die Human Rights Campaign (HRC) lobte das Gericht für seinen mutigen Schritt.
- ACLU: „Dieses Urteil sendet eine klare Botschaft: Diskriminierung hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“
- HRC: „Transgender-Personen haben das Recht auf Würde und gleichen Schutz.“
- LGBTQ+-Aktivisten: „Ein großer Tag für die Community – jetzt muss die Politik nachziehen.“
Hintergründe: RFK Juniors umstrittene Politik
RFK Jr., ein bekannter Umweltaktivist und Präsidentschaftskandidat, hatte in den letzten Monaten mit scharfer Kritik an seiner Haltung zu LGBTQ+-Rechten zu kämpfen. Seine Pläne sahen vor, medizinische Behandlungen für Transgender-Jugendliche zu verbieten und den Zugang zu geschlechtsspezifischer Gesundheitsversorgung einzuschränken. Kritiker warfen ihm vor, mit diesen Maßnahmen eine „aggressive Anti-Trans-Agenda“ zu verfolgen.
Das Gericht folgte in seinem Urteil jedoch nicht RFK Juniors Argumenten. Stattdessen betonte es, dass „Menschenrechte nicht verhandelbar sind“ und dass der Staat die Pflicht habe, alle Bürger:innen vor Diskriminierung zu schützen.
Was kommt jetzt?
Das Urteil gilt als Präzedenzfall und könnte ähnliche Gesetze in anderen Bundesstaaten blockieren. Die Entscheidung stärkt die Position von LGBTQ+-Aktivist:innen, die seit Jahren gegen transfeindliche Gesetze kämpfen. Gleichzeitig wird erwartet, dass RFK Jr. gegen das Urteil Berufung einlegen wird.
Experten gehen davon aus, dass die Debatte um Trans-Rechte in den USA weiter eskalieren wird – doch dieses Urteil gibt Hoffnung, dass die Rechte von Transgender-Personen langfristig gestärkt werden.