Trump räumt ein: Er bremste Secret Service aus eigenem Antrieb

Donald Trump hat in einem Interview mit 60 Minutes eingeräumt, dass er die Secret Service bei der Evakuierung während des Schusswechsels beim White House Correspondents’ Dinner (WHCD) absichtlich verzögert hat. Laut seinen Aussagen wollte er die Situation selbst beobachten, statt sich sofort in Sicherheit zu bringen.

„Ich habe es ihnen nicht leicht gemacht“, erklärte Trump gegenüber Moderatorin Norah O’Donnell. „Ich wollte sehen, was passiert.“ Er betonte, dass er von „großartigen Menschen“ umgeben sei, räumte aber ein, dass seine Anweisungen an die Sicherheitskräfte zu Verzögerungen führten. Mehrfach habe er die Agents angewiesen, „einen Moment zu warten“. Der Vorfall war der dritte Attentatsversuch auf Trump in seiner politischen Karriere.

Trumps Schilderung der chaotischen Evakuierung

Trump beschrieb im Detail, wie die Situation ablief: Nach den Schüssen begann er, sich mit den Agents in Bewegung zu setzen. Doch statt sich sofort auf den Boden zu legen, drehte er sich um und ging weiter – „etwas gebückt, aber nicht zu auffällig“, wie er sagte. Erst als die Agents ihn aufforderten, sich hinzulegen, folgte er der Anweisung.

„Sie sagten: ‚Bitte gehen Sie auf den Boden, bitte gehen Sie auf den Boden.‘ Also bin ich hingegangen – und die First Lady auch.“

O’Donnell hakte nach, ob er tatsächlich aufgefordert wurde, „herauszukriechen“. Trump bestätigte dies mit den Worten: „Eher schon.“

Dritter Attentatsversuch auf Trump – diesmal während seiner zweiten Amtszeit

Der Angriff beim WHCD war bereits der dritte Versuch, Trump zu töten. Die ersten beiden ereigneten sich 2024 während seines Wahlkampfs: Einmal wurde er angeschossen, als er in Florida Golf spielte, und ein anderes Mal streifte eine Kugel sein Ohr bei einer Kundgebung in Butler, Pennsylvania. Der mutmaßliche Attentäter, Cole Tomas Allen (31), wurde am Tatort festgenommen.

Laut Angaben der Metropolitan Police von Washington, D.C., war Allen mit einer Schrotflinte, einer Pistole und mehreren Messern bewaffnet, als er versuchte, einen Sicherheitscheckpoint zu stürmen. Der Verdächtige, ein Lehrer aus Kalifornien, hatte ein Hotelzimmer gebucht, das in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort lag. In einem hinterlassenen „Manifest“ soll er seine Absicht dargelegt haben, hochrangige Vertreter der Trump-Regierung zu attackieren, wie ein ranghoher US-Beamter CBS News bestätigte.

Hintergrund: Die Schießerei beim White House Correspondents’ Dinner

Beim diesjährigen WHCD kam es zu einem Schusswechsel, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Der Vorfall löste eine Welle von Spekulationen und Verschwörungstheorien in sozialen Medien aus. Trotz der anhaltenden Ermittlungen bleiben viele Fragen offen – insbesondere, wie der Angreifer so nah an den Veranstaltungsort gelangen konnte.

Die Sicherheitsvorkehrungen beim WHCD stehen nun erneut in der Kritik. Experten diskutieren, ob die Prozeduren angepasst werden müssen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.