Ein UFC-Kampf auf dem Gelände des Weißen Hauses, organisiert von Ex-Präsident Donald Trump, sorgt für Aufsehen – nicht nur wegen des sportlichen Events, sondern wegen der exorbitanten Kosten für exklusive Plätze und der undurchsichtigen Ticketvergabe.

VIP-Plätze für bis zu 1,5 Millionen Dollar

Obwohl die UFC die Veranstaltung finanziert und die Tickets offiziell kostenlos sind, werden Ringside-Plätze in exklusiven Sponsorenpaketen angeboten. Laut Berichten von NBC News und BBC Sport liegen die Preise zwischen einer und 1,5 Millionen Dollar. Wohin das Geld fließt, ist unklar – weder das Weiße Haus noch die UFC haben dazu Stellung genommen.

Trump selbst wird den Großteil der über 4.000 Zuschauer auswählen. Die Veranstaltung findet am 14. Juni statt – seinem 80. Geburtstag. In einem Telefoninterview mit NBC sagte er:

„Ich werde mir viele Feinde machen, denn es ist unmöglich, allen Tickets zu geben.“

Undurchsichtige Vergabe: Wer darf dabei sein?

Die Ticketvergabe erfolgt nach Trumps Gutdünken. Laut Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses und ehemaliger UFC-Sprecher, werden Plätze an Mitarbeiter der Regierung, Militärangehörige und VIPs vergeben. Zu Letzteren könnten auch Kongressmitglieder oder ausländische Gäste zählen.

Cheung berichtete, dass täglich zahlreiche Anfragen für Tickets eingehen. UFC-Chef Dana White hatte zuvor erklärt, dass er selbst nur etwa 200 Tickets erhalten habe, während die restlichen 200 von der Muttergesellschaft TKO kontrolliert werden. Ein nicht genannter Berater Trumps bezeichnete die Veranstaltung als „seine Show“ und betonte, dass die Vergabe chaotisch verlaufe.

„Es ist kaum zu übertreiben, wie viele Anfragen eingehen. Aber es steht fest: Wer von Trump eingeladen wird, ist dabei – und wer nicht, hat keine Chance.“

Finanzielle Verluste für die UFC – Trump profitiert

Laut Mark Shapiro, CEO von TKO Holdings, der Muttergesellschaft der UFC, wird das Event die UFC bis zu 30 Millionen Dollar kosten. Dennoch scheint Trump entschlossen, finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Kritiker befürchten, dass republikanische Kongressmitglieder im Gegenzug für Tickets auf Transparenz verzichten könnten.

Das Spektakel wirft Fragen auf: Ist es ein legitimes Sportereignis oder eine Inszenierung, bei der der ehemalige Präsident seine Macht demonstriert? Ein „Zirkus“, der die Präsidentschaft instrumentalisiert – mit Trump als zentraler Figur, der über die Teilnehmer entscheidet.