Bei einem Schusswechsel während des jährlichen Dinners der White House Correspondents' Association (WHCA) im Washington Hilton am Samstagabend wurde Präsident Donald Trump von Secret-Service-Agenten in Sicherheit gebracht. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Bedrohungen ein, die Trump seit Beginn seiner politischen Karriere erfahren hat.

Die genauen Umstände des Angriffs sind noch unklar. Ob Trump das Ziel des Angreifers war, ist bisher nicht bestätigt. Die Schüsse fielen gegen 20:30 Uhr Ortszeit, als Trump eine Rede vor geladenen Gästen halten sollte. Auch Vizepräsident Vance, Mitglieder des Kabinetts und Kongressabgeordnete befanden sich unter den Anwesenden.

Trump kommentierte den Vorfall mit den Worten: „Das ist nicht das erste Mal in den letzten Jahren, dass unsere Republik von einem potentiellen Attentäter angegriffen wurde.“

Zwei gescheiterte Attentate 2024

Trump überlebte bereits zwei Attentatsversuche während seines Wahlkampfs 2024. Beide Vorfälle offenbarten gravierende Sicherheitsmängel bei der Secret Service und führten zu internen Untersuchungen sowie personellen Konsequenzen.

  • Butler, Pennsylvania: Thomas Matthew Crooks (20) feuerte mit einem halbautomatischen Gewehr auf Trumps Wahlkampfveranstaltung. Er verletzte Trump leicht am rechten Ohr und tötete einen Teilnehmer, bevor er selbst von einem Secret-Service-Scharfschützen erschossen wurde. Ein Senatsbericht kritisierte später mangelhafte Planung, Kommunikation und Führung der Behörde.
  • West Palm Beach, Florida: Ryan Wesley Routh wurde mit einem Gewehr im Trump International Golf Club gesichtet, während Trump auf dem Platz spielte. Ein Secret-Service-Agent feuerte auf Routh, der flüchtete und später festgenommen wurde. Er verbüßt derzeit eine lebenslange Haftstrafe.

Weitere Anschlagspläne und Bedrohungen

Neben diesen Vorfällen gab es zahlreiche weitere Pläne und Drohungen gegen Trump:

  • Juni 2016: Ein 20-jähriger Brite versuchte, einem Polizisten in Las Vegas eine Waffe zu entreißen, und gab später an, Trump töten zu wollen.
  • September 2017: Ein Mann steuerte einen Gabelstapler auf den Präsidentenkonvoi in North Dakota, um dessen Limousine umzustürzen.
  • September 2020: Ein französisch-kanadischer Doppelstaatsbürger schickte Trump einen Brief mit tödlichem Ricin.
  • Juli 2024: Ein pakistanischer Staatsbürger wurde festgenommen und später wegen eines vom Iran gesteuerten Mordauftrags gegen Trump verurteilt. Ein weiterer Iraner, der einen Mordversuch an einem US-Bürger gestand, gab an, auch Trump töten zu sollen.
  • Februar 2026: Die Secret Service erschoss einen 21-Jährigen, der mit einer Schrotflinte und einem Benzinkanister in Mar-a-Lago eindrang, während Trump in Washington weilte.

Trump bleibt trotz Bedrohungen öffentlich aktiv

Trotz der wachsenden Liste an Anschlägen betonte Trump, dass er seine öffentlichen Auftritte nicht einschränken werde. „Wir werden nicht zulassen, dass irgendjemand unsere Gesellschaft übernimmt. Wir werden nichts absagen, nur weil wir uns nicht einschüchtern lassen.“

Quelle: Axios