Senatsanhörung zu Epstein-Verbindungen

Kevin Warsh, der von Präsident Donald Trump für den Vorsitz der US-Notenbank Federal Reserve nominiert wurde, ist bei seiner Senatsanhörung am Dienstag Fragen zu seinen finanziellen Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ausgewichen.

Senatorin Elizabeth Warren (Demokraten) konfrontierte Warsh mit über 100 Millionen Dollar an Investitionen in undurchsichtigen Fonds wie „THSDFS LLC“ und dem „Juggernaut Fund“, die Warsh weder gegenüber Ethikbehörden noch der Öffentlichkeit offengelegt hat.

Warren stellt direkte Fragen

Warren forderte Warsh auf, klarzustellen, ob seine Vermögenswerte Verbindungen zu Präsident Trump oder dessen Familie, der chinesischen Regierung, Geldwäsche oder Jeffrey Epstein aufweisen. Warsh lehnte es ab, darauf zu antworten und verwies lediglich darauf, dass er diese Investitionen im Falle seiner Bestätigung verkaufen würde.

Elizabeth Warren: „Sind Sie etwa nicht bereit zu sagen, ob Sie Investitionen in Fonds haben, die von Jeffrey Epstein eingerichtet wurden? Ist das Ihre Antwort – Sie werden es uns nicht sagen?“

Kevin Warsh: „Senatorin, ich sage Ihnen, dass die von Ihnen genannten Vermögenswerte im ‚Juggernaut Fund‘ verkauft werden, falls ich bestätigt werde, bevor ich mein Amt antrete und den Amtseid leiste.“

Warren hakte nach und fragte, ob Warsh zumindest offenlegen würde, wie er diese geheimen Vermögenswerte offenlegen und abstoßen wolle – etwa in einem Szenario, in dem ein Milliardär ihm für Insiderinformationen der Fed 100 Millionen Dollar zahlen würde. Auch darauf ging Warsh nicht ein und verwies stattdessen auf eine bereits getroffene Vereinbarung mit dem Office of Government Ethics.

Epstein-Akten erwähnen Warshs Namen

Warshs Name taucht in den offiziellen Epstein-Akten auf, was jedoch keine direkte Verbindung zu Epsteins Straftaten belegt. Vielmehr zeigt es, dass beide in denselben Kreisen verkehrten. Warsh, der bei einer Bestätigung der reichste Fed-Vorsitzende der letzten 100 Jahre wäre, ist mit Jane Lauder verheiratet – einer Milliardärserbin und Enkelin der Estée-Lauder-Gründerin sowie Tochter des republikanischen Spenders Ronald Lauder.

Warum weicht Warsh aus?

Die Frage bleibt: Vermeidet Warsh die Antworten, weil er seine Verbindungen zu Epstein vertuschen will – oder weil er tatsächlich Vermögenswerte besitzt, die mit dem verurteilten Straftäter in Verbindung stehen?