Zwei US-flaggige Handelsschiffe haben am Montag unter dem Schutz der US-Marine die Straße von Hormuz passiert. Dies gab das US Central Command (CENTCOM) in einer offiziellen Stellungnahme bekannt. Es handelt sich um die ersten beiden Schiffe, die die strategisch wichtige Meerenge seit dem Start der neuen Militäroperation „Project Freedom“ durchquert haben.
Laut CENTCOM begleiteten US-Kriegsschiffe, darunter Zerstörer mit Lenkwaffen, die Handelsschiffe auf ihrer Route durch die Straße von Hormuz. Die Schiffe fahren nun in den Golf ein. „Amerikanische Streitkräfte unterstützen aktiv die Wiederherstellung sicherer Schifffahrtsrouten für den Handel“, heißt es in der Mitteilung.
Ein ranghoher US-Beamter erklärte, die beiden Handelsschiffe seien nicht direkt eskortiert worden, hätten aber eine definierte Sicherheitszone durchquert. Iranische Angriffe blieben aus. Zudem bestätigte der Beamte, dass die Einsatzregeln für US-Streitkräfte in der Region angepasst wurden: Sie dürfen nun umgehend auf unmittelbare Bedrohungen reagieren, etwa durch Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) oder iranische Raketenstellungen.
Neue Regeln für die US-Streitkräfte
Die geänderten Einsatzregeln ermöglichen es der US-Marine, präventiv gegen Bedrohungen vorzugehen. „Wir haben die volle Kontrolle über die Wasserstraße“, zitierte der Sender Fox News den US-Finanzminister Scott Bessent. Er betonte, die USA würden nur dann das Feuer eröffnen, wenn sie selbst angegriffen würden. Gleichzeitig warnte er vor weiteren „aggressiven Handlungen“ des Irans, die die Lage weiter eskalieren lassen könnten.
Iranische Reaktion: Warnung vor „aggressiven Aktionen“
Die iranischen Streitkräfte warnten in einer Stellungnahme vor den „aggressiven Schritten“ der USA und betonten, diese würden die Sicherheit der Schifffahrt im Golf gefährden. Alle Handelsschiffe und Tanker wurden aufgefordert, die Straße von Hormuz nur nach Absprache mit der iranischen Marine zu passieren.
Parallel dazu behauptete die iranische Nachrichtenagentur Fars – ein der IRGC nahestehendes Medium –, dass zwei iranische Raketen ein US-Kriegsschiff getroffen hätten, das am Montag die Meerenge durchqueren wollte. Das US-Zentralkommando wies diese Behauptung umgehend zurück. Daraufhin räumte die IRGC ein, lediglich „Warnschüsse“ in Richtung des US-Schiffs abgefeuert zu haben.