Autonome Fahrzeuge von Waymo haben bereits Millionen von Kilometern auf komplexen Stadtstraßen zurückgelegt. Doch in der vergangenen Woche zeigte sich in Austin, Texas, eine Schwachstelle: Eine kleine Pfütze brachte ein Waymo-Robotaxi zum Stillstand.

Ein Video, das von FOX 7 Austin veröffentlicht wurde, zeigt, wie das autonome Fahrzeug an der North Lamar Boulevard, einer stark befahrenen Ausfallstraße Richtung Innenstadt, auf der linken Seite einer zweispurigen Straße stehen blieb. Das Fahrzeug weigerte sich, mit seinen Rädern die Pfütze unter einer Brücke zu durchqueren – und blockierte damit eine ganze Spur. Der umliegende Verkehr musste sich um das hilflos wirkende Fahrzeug herumschlängeln.

Eine Zeugin namens Kelly Reich kommentierte die Situation gegenüber lokalen Medien:

„Man braucht einen Menschen hinter dem Steuer, der alle möglichen Situationen einschätzen kann.“
Sie fügte hinzu:
„Ich wäre verärgert, wenn ich im Stau stehe und dieses Ding nicht weiterkommt. Noch schlimmer wäre es, wenn ich selbst im Auto säße und mich frage: Was mache ich jetzt? Das Auto weiß nicht weiter.“

Auf Anfrage von FOX 7 äußerte sich Waymo nicht zu dem Vorfall.

Der Zwischenfall ereignete sich während eines schweren Unwetters in Texas, das zu Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen führte. In der nahegelegenen Stadt San Marcos wurde mindestens ein Toter geborgen. Obwohl die Pfütze im Video nicht besonders tief wirkte, bleibt unklar, warum das Waymo-Fahrzeug so reagierte.

Ein weiteres Video aus demselben Unwetter zeigt, wie zwei weitere Waymo-Robotaxis eine überflutete Straße im Südosten von Austin befuhren. Sie durchquerten zunächst die Pfützen, stoppten dann aber plötzlich mitten im Wasser. Diese widersprüchliche Reaktion wirft Fragen auf: Wie zuverlässig sind autonome Fahrzeuge in gefährlichen Überschwemmungssituationen?

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Quelle: Futurism