Am 20. Februar 2026 verfolgten Händler an der New Yorker Börse eine Pressekonferenz von Präsident Donald Trump zu Zollfragen. Die Bilder wurden weltweit übertragen. Doch wer kann nun tatsächlich eine Erstattung beantragen?

Unternehmen profitieren – Verbraucher nicht

Die US-Regierung hat ein Portal für Tariferstattungen freigeschaltet. Betroffen sind Unternehmen, die direkt Zölle an den Staat gezahlt haben. Der Prozess läuft unter dem Akronym CAPE (Consolidated Administration and Processing of Entries).

Doch die meisten Verbraucher gehen leer aus. Wer importierte Produkte oder Waren mit importierten Komponenten gekauft hat, trug die Kosten bereits über höhere Preise. Eine direkte Zahlung an den Staat fand nicht statt – damit entfällt der Anspruch auf Erstattung.

„Nur diejenigen, die die Zölle direkt an die US-Regierung gezahlt haben, können eine Rückerstattung beantragen.“

Rechtliche Hintergründe und mögliche Hindernisse

Der Supreme Court hatte im Februar 2026 zahlreiche Zölle für verfassungswidrig erklärt. Die Regierung ist nun verpflichtet, über 166 Milliarden Dollar zurückzuerstatten. Ein unterer Gerichtshof ordnete die Umsetzung an – und die Verwaltung folgt vorerst dieser Anweisung.

Doch die Lage bleibt ungewiss. Präsident Trump könnte die Auszahlungen verzögern oder weitere juristische Schritte einleiten, um die Erstattungen zu blockieren. Bisher läuft der Prozess jedoch planmäßig ab.

Zölle bleiben ein zentrales Thema

Nicht alle Zölle wurden aufgehoben. Einige bleiben bestehen, andere könnten unter neuen rechtlichen Grundlagen eingeführt werden. Aktuell liegen die Zölle etwa fünfmal höher als vor Trumps Amtsantritt, wie das Budget Lab der Yale University ermittelte.

Hintergrund: Der Lyrid-Meteorstrom

Parallel zu den Zollthemen erreicht in dieser Woche der Lyrid-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Bei klarem Himmel sind bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar. Weitere Informationen bietet space.com.

Quelle: Vox