Ölmarkt reagiert auf neue Iran-Krise
Die Ölpreise stiegen am Sonntagabend um etwa 6 %, nachdem sich der Konflikt zwischen den USA und Iran weiter zugespitzt hatte. Der Brent-Ölpreis erreichte 95,42 Dollar, während der US-Referenzwert WTI bei 89,77 Dollar lag. Beide Notierungen blieben bis spät in die Nacht auf diesem Niveau.
Hintergrund: Blockade und Gegenmaßnahmen
Die Spannungen eskalierten, nachdem die USA ein iranisches Schiff im Golf von Oman beschlagnahmten. Präsident Trump begründete dies mit dem Versuch, eine US-Blockade zu umgehen. Iran hatte zuvor die Schließung der Straße von Hormuz angekündigt, falls die Blockade anhält.
Seit dem 28. Februar hält Iran die strategisch wichtige Meerenge unter Kontrolle, was die globale Ölversorgung gefährdet. Die USA reagierten mit einer Gegenblockade, die nun zu weiteren Eskalationen führt.
Folgen für Verbraucher und Märkte
Die jüngsten Entwicklungen könnten die Spritpreise in den USA weiter hochhalten. Energieexperten gehen davon aus, dass Benzinpreise unter 3 Dollar pro Gallone erst 2025 wieder erreicht werden.
„Die Preise haben wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht, werden aber erst mit einer Konfliktlösung sinken.“
– Chris Wright, US-Energieminister, auf CNN
Derzeit liegt der US-Durchschnittspreis bei 4,05 Dollar pro Gallone (AAA-Daten). Der Höchstwert in diesem Jahr betrug 4,16 Dollar, deutlich unter dem Rekord von 5,02 Dollar aus dem Jahr 2022.
Diplomatische Bemühungen laufen
US-Vizepräsident JD Vance führt eine Delegation zu neuen Gesprächen mit Iran in Islamabad. Ziel ist eine Verlängerung des Waffenstillstands, der am Dienstag endet. Bisher hat Iran jedoch keine offizielle Bestätigung für die Teilnahme an den Verhandlungen gegeben.
Analysten warnen, dass die Unsicherheit über die Schifffahrt im Persischen Golf weiterhin zu hohen Ölpreisen führen wird, solange keine klare Lösung in Sicht ist.