Warum manche Spiele ohne starke Story funktionieren

Eine fesselnde Geschichte bereichert jedes Spiel, doch als interaktives Medium ist sie kein Muss. Wenn das Gameplay überzeugt, kommen Spieler immer wieder zurück – selbst wenn die Handlung wenig Sinn ergibt. Das bedeutet nicht, dass die hier genannten Spiele schlechte Geschichten haben. Oft ist ihr Lore faszinierend und lohnt sich zu entdecken. Entscheidend ist jedoch: Die Story ist hier nicht der Hauptfokus. Das Spiel lebt von Mechaniken, Freiheit und purem Spielspaß.

Spiele, in denen das Gameplay die Story übertrifft

Dragon’s Dogma 2

Gelobt für emergentes Gameplay und eine dynamische Welt, glänzt das Spiel vor allem durch sein Kampfsystem und die Erkundung. Die Handlung wirkt dagegen dünn – selbst Fans geben zu, dass die Storypräsentation im Vergleich zum starken Gameplay untergeordnet ist.

Crimson Desert

Das Open-World-Spiel setzt auf großflächige Erkundung, Kampf und spielerische Freiheit. Zwar gibt es eine zentrale Handlung um den Wiederaufbau der Greymane-Fraktion, doch der Fokus liegt auf den Systemen und der Spielwelt, nicht auf der Storytiefe.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Das Spiel wurde für sein „nahezu makelloses“ Gameplay und offene Missionen gefeiert. Die Handlung hingegen galt als „ziellos“ und unvollständig – besonders in der zweiten Hälfte. Das Gameplay bleibt hier klar der Star.

Monster Hunter Wilds

Die Story dient vor allem dazu, Spieler zu Jagden zu motivieren. Der eigentliche Reiz liegt in der Beherrschung von Waffen, dem Kampf gegen Monster und dem Feinjustieren von Builds. Die Handlung ist hier weitgehend irrelevant.

DOOM (2016)

Das Spiel verzichtet bewusst auf eine starke Story. Selbst der Protagonist ignoriert oft die Handlung. Im Mittelpunkt steht stattdessen der schnelle, aggressive Kampfstil – die Story bleibt fast optional.

Dark Souls

Die Hintergrundgeschichte ist tief, aber bewusst undurchsichtig. Die meisten Spieler verstehen sie kaum, doch das herausfordernde Kampfsystem und die vernetzte Welt halten sie bei der Stange. Die Handlung ist hier kein Muss.

Elden Ring

Ähnlich wie Dark Souls ist die Erzählung fragmentiert und schwer zu folgen. Doch die Erkundung, der Kampf und die Build-Vielfalt machen das Spiel aus – die Story ist nebensächlich.

Borderlands 3

Während frühere Teile für ihren Schreibstil gelobt wurden, erhielt dieser Teil Kritik für seine Handlung. Doch das chaotische Schießgefecht und das Loot-System trugen das Spiel – trotz schwächerer Story.

Diablo III

Die Handlung galt als schwächer als im Vorgänger, doch der süchtig machende Gameplay-Loop aus Kampf und Loot-Progression hielt Spieler stundenlang bei der Stange.

Super Mario Bros.

Die Story ist extrem simpel, doch das Plattform-Design und die Spielmechaniken machten es zu einem der einflussreichsten Spiele aller Zeiten. Die Handlung spielt hier keine Rolle.

Street Fighter V

Der Story-Modus wurde kritisiert, doch die präzisen Kampfmechaniken und der kompetitive Tiefgang sicherten dem Spiel seine Beliebtheit.

Tekken 8

Trotz einer verworrenen und oft verwirrenden Handlung lebt das Spiel von seinem tiefen Kampfsystem und seinem kompetitiven Reiz.

Just Cause 3

Die Story ist weitgehend vergessen, doch die offene Welt, die Zerstörungsmechaniken und das chaotische Gameplay stehen im Mittelpunkt.

Far Cry 4

Obwohl es eine Handlung gibt, konzentrieren sich viele Spieler mehr auf die offene Welt, die Freiheit und die Action – die Story tritt in den Hintergrund.

Fazit: Gameplay schlägt Story – wenn es überzeugt

Diese Spiele beweisen: Ein starkes Gameplay kann eine schwache oder sogar fehlende Story ausgleichen. Entscheidend ist nicht, wie gut die Geschichte erzählt wird, sondern wie viel Spaß das Spiel selbst macht. Für viele Spieler ist das der eigentliche Grund, immer wieder zu diesen Titeln zurückzukehren.