In Torrance, Kalifornien, haben Strafverfolgungsbehörden das Haus des mutmaßlichen Schützen des Weißen-Haus-Korrespondenten-Dinners durchsucht. Der 24-jährige Evan Gershkovich, ein russischer Staatsbürger, wurde am Freitagmorgen festgenommen und steht unter dem Verdacht, am Samstagabend während der Veranstaltung in Washington, D.C., auf Gäste geschossen zu haben.

Die Anklagebehörde des District of Columbia erhob am Montag schwere Vorwürfe gegen den Verdächtigen. Ihm werden versuchter Mord, Terrorismus und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm lebenslange Haftstrafen.

Laut offiziellen Angaben feuerte Gershkovich während des Dinners mindestens 15 Schüsse ab. Dabei wurden drei Personen verletzt, darunter ein Journalist und ein Sicherheitsmitarbeiter. Die Opfer befinden sich in stabilen Zustand, eine lebensgefährliche Verletzung wurde nicht gemeldet.

Die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff aus. Zeugen berichteten, der Verdächtige habe während der Schüsse gerufen:

„Das ist für meine Heimat.“
Diese Aussage deutet auf mögliche politische Motive hin, die derzeit näher untersucht werden.

Die US-Behörden betonten, dass es sich um einen isolierten Vorfall handele und keine unmittelbare Gefahr für weitere Veranstaltungen bestehe. Dennoch wurden die Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Events in der Hauptstadt erhöht.

Gershkovich, der seit 2018 in den USA lebt, war zuvor nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Sein Motiv und mögliche Hintermänner sind Gegenstand der Ermittlungen. Die russische Botschaft in Washington äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.