Ein dreiköpfiges Richtergremium des 5. US-Berufungsgerichts in New Orleans hat am Freitag einstimmig entschieden, dass der Versand des Abtreibungsmittels Mifepriston in den USA nicht mehr per Post erfolgen darf. Stattdessen muss die Pille weiterhin persönlich in Kliniken oder Arztpraxen abgeholt werden.

Mit diesem Urteil wird eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA außer Kraft gesetzt, die den postalischen Versand von Mifepriston während der COVID-19-Pandemie erlaubt hatte. Die FDA hatte die Maßnahme als sicher eingestuft, da keine erhöhten Risiken durch die Fernbehandlung festgestellt wurden.

Die Entscheidung des Berufungsgerichts markiert einen weiteren Schritt im anhaltenden Streit um den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in den USA. Kritiker der Regelung argumentieren, dass das Urteil die Rechte von Frauen einschränkt, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo Kliniken schwer erreichbar sind. Befürworter hingegen begrüßen die Rückkehr zu strengeren Vorschriften, die sie als Schutz für ungeborenes Leben sehen.

Das Urteil könnte nun vor dem Obersten Gerichtshof der USA landen, falls eine der Parteien Berufung einlegt. Eine endgültige Entscheidung steht damit noch aus.

Quelle: STAT News