FBI-Chef verklagt Atlantic wegen verleumderischer Berichterstattung
Kashyap P. Patel, Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), hat heute Klage gegen das Magazin The Atlantic Monthly Group LLC und die Autorin Sarah Fitzpatrick eingereicht. In der Beschwerde wirft Patel den Beklagten vor, einen am 17. April 2026 veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Kash Patel's Erratic Behavior Could Cost Him His Job“ in böswilliger Absicht verbreitet zu haben, um seinen Ruf zu schädigen und ihn aus dem Amt zu drängen.
Falsche Anschuldigungen und manipulierte Quellen
Die Klage führt aus, dass der Artikel voller erfundener und widerlegbarer Behauptungen sei. So wird Patel unter anderem vorgeworfen, in Washington, D.C. und Las Vegas exzessiv Alkohol zu konsumieren – eine Anschuldigung, die das FBI bereits vor Veröffentlichung als „völlig falsch“ zurückgewiesen habe. Auch die Behauptung, dass sein Alkoholkonsum „in Regierungskreisen Anlass zur Sorge gebe“, sei frei erfunden.
Besonders schwerwiegend ist laut Patel, dass die Autorin Fitzpatrick keine einzige Person für eine öffentliche Stellungnahme gewinnen konnte. Stattdessen stützte sie sich ausschließlich auf anonyme Quellen, die als hochgradig voreingenommen und sachunkundig dargestellt werden. Die FBI-Führung warnte die Redaktion vor der Veröffentlichung, da die zentralen Vorwürfe „kategorisch falsch“ seien. Dennoch erschien der Artikel – trotz ausreichender öffentlich zugänglicher Informationen, die die Behauptungen widerlegen.
Systematische Manipulation des Faktenchecks
Die Klage enthüllt zudem, dass die Atlantic-Redaktion den üblichen Prozess zur Überprüfung der Fakten bewusst umgangen habe, um ihre vorgefasste Meinung zu bestätigen. Patel wirft dem Magazin vor, trotz ausdrücklicher Warnungen und trotz eines abgelehnten Antrags auf mehr Zeit zur Stellungnahme veröffentlicht zu haben. Die Redaktion habe sich gezielt Informationen vorenthalten, die ihre Darstellung widerlegt hätten.
Weitere falsche Behauptungen des Artikels:
- Frühere Meetings seien aufgrund „alkoholisierter Nächte“ verschoben worden;
- Mitglieder von Patels Sicherheitsteam hätten ihn wegen offensichtlicher Trunkenheit nicht wecken können;
- Es sei „Sicherheitsausrüstung“ angefordert worden, weil Patel hinter verschlossenen Türen nicht erreichbar gewesen sei.
Das FBI bezeichnet diese Vorwürfe als „völlig erfunden“, „bis zur Satire übertrieben“ und „frei erfunden“. Standardmäßig werde Sicherheitsausrüstung an alle FBI-Schutzteams ausgegeben – ein Fakt, den die Redaktion hätte recherchieren können.
Rechtliche Konsequenzen und Hintergrund
Patel betont, dass Medien zwar das Recht hätten, die Führung des FBI zu kritisieren, jedoch nicht durch böswillige Lügen und manipulierte Quellen. Die Klage zielt darauf ab, die Verantwortlichen für diese gezielte Rufschädigung zur Rechenschaft zu ziehen. Der Artikel greife zudem auf ähnliche, bereits von MSNBC widerlegte und zurückgezogene Anschuldigungen zurück, die Gegenstand einer anhängigen Verleumdungsklage seien.
„Die Atlantic-Redaktion hat sich wissentlich für die Verbreitung von Lügen entschieden, obwohl sie von offizieller Seite gewarnt wurde. Diese Handlungsweise ist nicht nur journalistisch unverantwortlich, sondern auch rechtlich angreifbar.“
Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia eingereicht. Patel fordert Schadensersatz sowie eine öffentliche Richtigstellung.