Mysteriöse Fälle seit 2021
Am 27. Februar 2025 verschwand der pensionierte Kommandant des Air Force Research Laboratory, William Neil McCasland, spurlos aus seinem Haus in Albuquerque, New Mexico. McCasland hatte zuvor am Wright-Patterson Air Force Base gearbeitet – einem Stützpunkt mit enger Verbindung zu UFO-Sichtungen. Innerhalb weniger Wochen übernahm das FBI die Ermittlungen, was Spekulationen über mögliche Fremdeinwirkung nährte.
McCasland ist nur einer von mindestens zehn Wissenschaftlern und Ingenieuren mit Regierungsverbindungen, die seit 2021 entweder starben oder spurlos verschwanden. Das FBI bestätigte gegenüber Scientific American, dass es „aktiv nach möglichen Verbindungen zwischen den Vermissten- und Todesfällen sucht“.
US-Kongress fordert Aufklärung
Die US-Abgeordnetenkammer hat nun ebenfalls reagiert: Der House Oversight Committee forderte in einer Presseerklärung vom Montag Informationen vom Energieministerium, dem Verteidigungsministerium, dem FBI und der NASA. Im Fokus stehen Wissenschaftler mit Zugang zu Nukleargeheimnissen oder Raketentechnologie, die in den letzten Jahren unter ungeklärten Umständen starben oder verschwanden.
Die Abgeordneten warnten vor einer „möglichen sinistren Verbindung“ zwischen den Fällen, die „eine ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen könnte“. Die Anfrage basiert auf Medienberichten, wonach mindestens zehn Personen mit Zugang zu sensiblen Technologien betroffen sein sollen.
Betroffene Wissenschaftler im Überblick
- Michael David Hicks (NASA Jet Propulsion Laboratory): Starb im Juli 2023 unter ungeklärten Umständen. Seine Tochter Julia Hicks sagte gegenüber CNN:
„Ich verstehe den Zusammenhang zwischen dem Tod meines Vaters und den anderen Fällen nicht. Einerseits wirkt es absurd, andererseits wird es immer ernster.“
- Frank Maiwald (NASA JPL): Starb 2024. Spezialist für Massenspektrometrie und Fernerkundung.
- Monica Reza (NASA JPL): Metallurgin und Materialwissenschaftlerin, verschwand 2025 während einer Wanderung in Los Angeles.
- Nuno Loureiro (MIT Plasma Science and Fusion Center): Theoretischer Physiker und Direktor des Zentrums, wurde im Dezember 2024 in seinem Haus in Brookline, Massachusetts, ermordet.
- Carl Grillmair (Caltech): Astronom, spezialisiert auf Exoplanetenforschung, wurde im Februar 2025 vor seinem Haus in der Nähe von Los Angeles erschossen.
Kritik an Verschwörungstheorien
Experten warnen vor vorschnellen Schlüssen. Die Fälle könnten auch Zufälle sein, zumal die US-Regierung selbst in der Vergangenheit Verschwörungstheorien verbreitet habe. Dennoch bleibt das Muster auffällig: Alle Betroffenen arbeiteten an hochsensiblen Projekten oder verfügten über Zugang zu streng geheimen Informationen.
Die Hinterbliebenen der Opfer zeigen sich verunsichert. McCaslands Ehefrau Susan McCasland Wilkerson schrieb kürzlich auf Facebook:
„Es stimmt, dass Neil eine kurze Verbindung zur UFO-Community hatte. Aber das ist kein Grund für diese Spekulationen.“
Die Ermittlungen laufen weiter. Ob es tatsächlich eine Verbindung zwischen den Fällen gibt, bleibt vorerst unklar.