NASHVILLE, TENNESSEE – Thomas Haugh (#10) von den Florida Gators feiert einen Korb gegen die Kentucky Wildcats während des Viertelfinalspiels der SEC-Meisterschaft 2026 im Bridgestone Arena. (Foto: Carly Mackler/Getty Images)

Ein historischer Schritt: Haugh bleibt in Florida

Thomas Haugh, ein 2,06 Meter großer Flügelspieler der Florida Gators, hat sich gegen eine NBA-Karriere entschieden. Stattdessen kehrt er für sein Senior-Jahr an die Universität zurück – und wird damit zum bestbezahlten College-Basketballer der Geschichte. Laut Berichten von The Athletic wird Haugh in der kommenden Saison ein NIL-Vertrag (Name, Image, Likeness) erhalten, der ihm voraussichtlich mehr einbringen wird als seine ersten beiden NBA-Saisons zusammen – vorausgesetzt, er wäre in diesem Jahr in der ersten Runde gedraftet worden.

Warum dieser Schritt überrascht

Haugh galt als sicherer Lotterie-Pick im NBA-Draft 2026. ESPN führte ihn auf Platz 13 der besten Talente, SB Nation sogar auf Platz 21. Solche Spieler entscheiden sich fast immer für die NBA. Doch die NIL-Regeln haben die Dynamik verändert. Haugh ist der erste Top-15-Talent seit fast einem Jahrzehnt, das für ein weiteres College-Jahr optiert.

Ähnliche Fälle gab es zwar bereits – etwa Miles Bridges oder Robert Williams, die 2017 zurück zu ihren Colleges gingen. Doch Haughs Entscheidung ist besonders, weil sie die wachsende Macht der NIL-Deals unterstreicht. Selbst Top-5-Entwürfe im NFL-Draft bleiben heute öfter in der College-Liga, wenn die finanziellen Anreize stimmen.

Floridas Dominanz in der kommenden Saison

Haughs Rückkehr hat weitreichende Folgen für die Florida Gators. Mit ihm, seinem Teamkollegen Alex Condon und dem potenziell zurückkehrenden Rueben Chinyelu könnte Florida sein Kern-Trio aus dem NCAA-Meisterjahr 2024 wieder vereinen. Die Gators gelten damit als Top-Favorit für die Saison 2026/27 und könnten sogar als Preseason-Nummer-1 in die Polls gehen.

Wie viel verdient der bestbezahlte College-Basketballer?

Offizielle NIL-Zahlungen sind nicht öffentlich, aber Insiderangaben und Berichte geben Aufschluss:

  • AJ Dybantsa (BYU): Rund 7 Millionen US-Dollar pro Saison
  • Caitlin Clark (Iowa): Über 3 Millionen US-Dollar in ihrem Senior-Jahr
  • Cooper Flagg & Cameron Boozer (Duke): Vermutlich hohe sechsstellige Summen (genaue Zahlen unbekannt)

Haughs Deal könnte diese Summen übertreffen. Damit setzt er einen neuen Maßstab für College-Athleten – und zeigt, wie lukrativ die NIL-Regeln geworden sind.

Frühere Fälle: Wenn Top-Talente zurückbleiben

"Wir haben gesehen, dass NIL-Gelder heute groß genug sind, um selbst Top-5-Entwürfe in der NFL für ein weiteres College-Jahr zu halten. Haughs Entscheidung ist ein Beweis dafür, wie sehr sich die Landschaft verändert hat."

– Sportjournalist Sam Vecenie, The Athletic

Fazit: NIL als Game-Changer

Thomas Haughs Rückkehr ist mehr als eine individuelle Entscheidung – sie markiert einen Wendepunkt im College-Sport. Mit NIL-Deals können Universitäten nun Top-Talente halten, die früher automatisch in die Profiligen gewechselt wären. Für Florida bedeutet das: ein Traumteam für 2027 und die Chance auf eine weitere Meisterschaft. Für den College-Basketball insgesamt zeigt es: Die Ära der "One-and-Done"-Spieler könnte langsam vorbei sein.

Quelle: SB Nation