General Motors bremst bei Elektro-Trucks und -SUVs
General Motors (GM) hat seine Pläne für günstigere Varianten der vollelektrischen Großraumfahrzeuge verschoben. Ursprünglich sollten die Modelle ab 2028 überarbeitet werden. Jetzt wird das Projekt unbestimmt auf Eis gelegt, wie das Fachportal Automotive News berichtet.
Marktstrategie unter der Lupe
Drei mit der Situation vertraute Quellen bestätigten, dass GM die Pläne für die nächste Generation der Elektro-Trucks und -SUVs zurückstellt. Hintergrund ist eine Neubewertung des Marktes. Ein GM-Sprecher erklärte gegenüber Automotive News:
"Wir haben bisher keine konkreten Pläne oder Zeitpläne für nächste Generationen von batterieelektrischen Trucks veröffentlicht und werden uns nicht an Spekulationen beteiligen."
Bestehende Modelle bleiben vorerst
Die Produktion der aktuellen Modelle wird zunächst fortgesetzt. Im Gegensatz zum Ford F-150 Lightning bleiben der Chevrolet Silverado EV, GMC Sierra EV und Hummer EV damit vorerst am Markt – wenn auch auf einer veralteten Plattform.
Absatzzahlen im Vergleich
Die Verkaufszahlen der vollelektrischen Großraumfahrzeuge zeigen ein gemischtes Bild:
- Chevrolet Silverado EV: Rund 1.400 Einheiten im ersten Quartal 2024
- GMC Sierra EV: Etwa 1.300 Einheiten im gleichen Zeitraum
- Hummer EV: Über 1.600 Einheiten
- Cadillac Escalade IQ: Rund 2.000 Einheiten – damit der erfolgreichste Vertreter der E-SUVs
Doch der Cadillac Lyriq, Optiq und Vistiq scheinen die Käufer stärker anzuziehen. Auch der Chevrolet Equinox EV verzeichnet mit fast 10.000 verkauften Einheiten im ersten Quartal eine solide Nachfrage.
Fazit: GM setzt auf bewährte Modelle
Die Verzögerung bei den Neuauflagen zeigt, dass GM aktuell auf bewährte Konzepte setzt. Ob und wann die geplanten günstigeren Varianten kommen, bleibt offen. Die Konkurrenz bleibt indes nicht untätig – insbesondere Ford und Rivian treiben ihre E-Truck-Projekte voran.