General Motors (GM) hat im ersten Quartal 2024 ein gemischtes Ergebnis vorgelegt: Während die Umsätze und Gewinne sanken, erwartet das Unternehmen eine Rückerstattung von 500 Millionen US-Dollar durch die US-Regierung. Diese Summe resultiert aus illegalen Zöllen, die unter der Trump-Administration verhängt wurden.

Der US-Automobilhersteller verzeichnete einen Umsatzrückgang von 9,7 Prozent auf 626.429 verkaufte Fahrzeuge in den USA. Der Gesamtumsatz belief sich im ersten Quartal auf 43,6 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 4,3 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn sank auf 2,6 Milliarden US-Dollar.

Trotz dieser negativen Entwicklungen gibt es auch positive Signale: GM erwartet eine Rückerstattung von 500 Millionen Dollar, die auf eine Anpassung der Zollkosten zurückzuführen ist. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit Zollkosten von 3,0 bis 4,0 Milliarden Dollar bis 2026 gerechnet. Dank eines Urteils des Obersten Gerichtshofs wurden diese nun auf 2,5 bis 3,5 Milliarden Dollar reduziert. Dadurch passte GM auch seine Gewinnprognose für 2026 an: Statt der ursprünglich erwarteten 13,0 bis 15,0 Milliarden Dollar EBIT wird nun mit 13,5 bis 15,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn soll jedoch von 10,3 bis 11,7 Milliarden Dollar auf 9,9 bis 11,4 Milliarden Dollar sinken.

Dividende und Marktposition

Trotz der rückläufigen Zahlen schüttet GM eine Quartalsdividende von 0,18 US-Dollar pro Aktie aus, die am 18. Juni ausgezahlt wird. In einem Schreiben an die Aktionäre betonte CEO Mary Barra die starke finanzielle Leistung des Unternehmens:

„General Motors hat erneut eine solide finanzielle Performance geliefert, getrieben durch unser strategisches Produktportfolio und die disziplinierte Umsetzung unserer Teams, Händler und Zulieferer.“

Barra hob hervor, dass GM im US-Markt bei großen Pickups führend ist und einen Marktanteil von 42 Prozent hält. Zudem sei das Unternehmen der zweitgrößte Anbieter von Elektrofahrzeugen mit wachsendem Marktanteil. Besonders profitabel seien Modelle wie der Chevrolet Trax, der Buick Envista sowie der Chevrolet Traverse und der GMC Acadia.

Ein weiterer Erfolg ist die Begrenzung der Rabatte: Mit durchschnittlich 4,4 Prozent des Listenpreises lag GM deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 6,6 Prozent. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrzeug blieb stabil bei rund 52.000 US-Dollar – vor allem dank der hohen Nachfrage nach Premium-Pickups, SUVs und hochpreisigen Ausstattungsvarianten.

Herausforderungen auf globalen Märkten

Trotz dieser positiven Aspekte verliert GM jedoch Marktanteile in wichtigen Regionen. Sowohl in China als auch in den USA und Südamerika sanken die Verkaufszahlen. Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für den weltweiten Absatz des Konzerns dar.

Quelle: CarScoops