Der umstrittene FBI-Direktor-Kandidat Kash Patel hat mit einer 250-Millionen-Dollar-Klage gegen The Atlantic versucht, einen vernichtenden Bericht über sein Verhalten zu stoppen. Doch statt die Vorwürfe zu widerlegen, hat sein wütender Auftritt die Lage weiter eskalieren lassen – und die Glaubwürdigkeit seiner Anschuldigungen untergraben.

Laut dem Bericht der Journalistin Sarah Fitzpatrick vom vergangenen Wochenende trinkt Patel exzessiv, verschiebt regelmäßig wichtige Meetings und ist oft nicht erreichbar. Diese Verhaltensweisen werfen nicht nur Fragen über seine Eignung auf, sondern auch über mögliche Sicherheitsrisiken für die USA. Fitzpatrick zitiert dabei hochrangige Regierungsmitarbeiter, die die Vorwürfe bestätigen und die Berichterstattung als notwendig erachten, um die nationale Sicherheit zu schützen.

Patels Reaktion folgte prompt: Er reichte eine 250-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage ein und warf The Atlantic vor, „falsche und offensichtlich erfundene“ Behauptungen verbreitet zu haben, um seinen Ruf zu zerstören und ihn aus dem Amt zu drängen. Doch schon einen Tag später untergrub er seine eigene Klage selbst.

In einem Interview mit Radio Atlantic wurde Fitzpatrick gefragt, wie sie auf die Anschuldigungen reagiere. Ihre Antwort war eindeutig:

„Ich stehe zu jedem Wort dieses Berichts.“

Fitzpatrick betonte zudem, dass die Resonanz auf den Artikel überwiegend positiv war. Viele Regierungsmitarbeiter hätten sich bei ihr gemeldet, um zusätzliche Informationen und Bestätigungen zu liefern. „Die Quellen, mit denen wir gesprochen haben, waren der Meinung, dass dieses Verhalten nicht nur peinlich und unangemessen, sondern auch eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellt. Die Amerikaner könnten dadurch weniger sicher sein“, erklärte sie.

Patels wütende Reaktion scheint damit genau das Gegenteil dessen zu bewirken, was er beabsichtigt: Statt die Vorwürfe zu entkräften, liefert er weitere Belege für die Anschuldigungen – und stärkt damit die Position von The Atlantic.