Meta geht bei Mitarbeiterüberwachung einen Schritt weiter

Meta installiert auf allen Computern seiner US-Mitarbeiter eine neue Überwachungssoftware, die Mausbewegungen, Tastatureingaben und gelegentliche Screenshots erfasst. Die gesammelten Daten sollen zur Schulung der firmeneigenen KI-Modelle genutzt werden. Damit setzt das Unternehmen die Überwachung seiner Angestellten auf ein neues Niveau.

Ziel: KI soll menschliche Arbeitsabläufe automatisieren

Laut einem internen Memo, das Reuters einsehen konnte, trägt die Software den Namen „Model Capability Initiative“. Sie soll Meta dabei helfen, KI-Agenten zu entwickeln, die Arbeitsaufgaben eigenständig erledigen können. Dies wirft nicht nur ethische Fragen auf, sondern könnte auch Arbeitsplätze gefährden.

In dem Memo heißt es:

„Hier können alle Meta-Mitarbeiter unseren Modellen helfen, besser zu werden – einfach indem sie ihre tägliche Arbeit erledigen.“

Datenschutzbedenken und rechtliche Grauzonen

Die Software läuft auf beruflichen Anwendungen und Websites. Meta betont, dass „sensible Inhalte“ geschützt werden sollen, gibt aber keine weiteren Details preis. Yale-Professorin Ifeoma Ajunwa warnt jedoch: In den USA gibt es auf Bundesebene keine Grenzen für die Überwachung von Mitarbeitern – anders als in Europa, wo solche Praktiken gegen Gesetze verstoßen würden.

Meta hat zudem angekündigt, ab nächsten Monat zehn Prozent seiner globalen Belegschaft zu entlassen. Weitere Kürzungen sind geplant. Die Kombination aus Überwachung und Stellenabbau verstärkt die Kritik an der Unternehmenspolitik.

Reaktionen und weitere Entwicklungen

Die neue Software wirft grundsätzliche Fragen auf: Darf ein Unternehmen Mitarbeiter zwingen, ihre eigenen Arbeitsplätze durch KI zu ersetzen? Und wie sicher sind die erhobenen Daten vor Missbrauch?

Meta bleibt bisher vage zu den genauen Schutzmaßnahmen. Die Debatte über ethische KI-Entwicklung und Mitarbeiterrechte wird durch diese Maßnahmen weiter angeheizt.

Quelle: Futurism