Vierzehn Jahre lang waren meine Frau und ich stolze Besitzer eines Minivans. Bis zu diesem Monat. Mit drei Kindern zählt nicht mehr das Image, sondern die Praktikabilität. Ich habe mich nie über den Minivan beschwert – im Gegenteil: Wer Windeln wechselt und Erbrochenes aufwischt, hat keine Zeit für solche Gedanken. Wie mein Freund Steve Czaban, ebenfalls Vater, einmal sagte: Ein Minivan ist das richtige Werkzeug für die Aufgabe. Er ist erschwinglich, geräumig und ein paar Kratzer im Lack sind kein Drama. Kurz: Ein Minivan ist dafür gemacht, dass man ihn nicht gerade pflegt.
Und genau das haben wir getan. Tonnenweise Goldfisch-Krümel zwischen den Sitzen, Sonnencreme-Flecken auf dem Plastik, die nicht mehr rausgingen, und alles Mögliche im Kofferraum: nasse Handtücher, stinkende Fußballschuhe, sandige Strandstühle, der Hund. Wir haben jeden Zentimeter des Fahrzeugs genutzt – und missbraucht.
Doch dieser Frühling zeigte: Der Minivan war nicht mehr das richtige Werkzeug. Unser jüngster Sohn, mittlerweile 14, beschwerte sich auf der letzten Familienfahrt über zu wenig Beinfreiheit. Und das, obwohl er längst nicht mehr regelmäßig mitfuhr. Zwei unserer Kinder sind bereits auf dem College, das dritte folgt bald. Mit einem fast leeren Nest hatten wir weniger zu transportieren – und weniger Gepäck dabei. Meine Frau fuhr den Van oft allein, was wenig Sinn ergab.
Wir wussten immer, dass der Tag kommen würde, an dem wir den Minivan sowohl physisch als auch ästhetisch überholen würden. Die Frage war nur: Was kommt danach? Ein Traumauto, über das wir uns in müßigen Momenten lustig machten: „Vielleicht ein Cabrio – hahaha.“ Doch als meine Frau ernsthaft vorschlug, den Honda Odyssey gegen ein neues Auto zu tauschen, war die Entscheidung gefallen. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, wird es umgesetzt – das wusste ich schon lange vor unserer Hochzeit. Die Tage des Odysseys waren damit gezählt. Es war Zeit für ein Upgrade – oder zumindest für eine Veränderung. Wir waren vorsichtig optimistisch.