Die Pennsylvania Department of Transportation (PennDOT) hat bei einer Überprüfung von Fahrprüfungen in Philadelphia schwerwiegende Unregelmäßigkeiten entdeckt. Diese sollen auf einen einzelnen Prüfer zurückgehen und betreffen etwa 2.500 Fahrer, die ihre Tests zwischen Oktober 2024 und November 2025 abgelegt haben. Jetzt müssen diese Fahrer ihre Prüfungen wiederholen – andernfalls verlieren sie ihren Führerschein.
Prüfzentrum in Southwest Philadelphia im Fokus
Die fraglichen Prüfungen fanden im Fahrerprüfzentrum an der S. 70th Street statt. Laut Angaben von PennDOT wurden dabei systematische Abweichungen bei den Prüfungszeiten festgestellt. Konkrete Details zur Art der Manipulation wurden bisher nicht veröffentlicht. Die betroffenen Fahrer erhielten ein Schreiben, in dem steht: „Ihre praktische Fahrprüfung wurde nicht gemäß den festgelegten PennDOT-Standards durchgeführt.“
Betroffene Fahrer empfinden Entscheidung als ungerecht
Viele der betroffenen Fahrer zeigen sich verärgert über die Entscheidung. Kayshine Hardaway, die ihre Prüfung vor über einem Jahr bestanden hatte, erklärte gegenüber Medien:
„Ich habe so viel erreicht – ich hatte bereits mein eigenes Auto, war dabei, wieder zur Schule zu gehen, und mein Leben lief gut. Und jetzt soll ich alles noch einmal von vorne machen, nur wegen eines Fehlers auf Ihrer Seite. Das ist nicht fair.“
Laut PennDOT haben bereits rund 1.600 der betroffenen Fahrer ihre Nachprüfung erfolgreich abgelegt. Um den Rückstau abzuarbeiten, wurde ein weiteres Prüfzentrum an der Levick Street mit verlängerten Öffnungszeiten eingesetzt.
Was bedeutet das für die betroffenen Fahrer?
- Sie müssen ihre praktische Fahrprüfung wiederholen.
- Falls sie durchfallen, verlieren sie ihren Führerschein und müssen erneut einen Antrag stellen.
- Die Nachprüfungen werden prioritär abgearbeitet, um die Wartezeiten zu verkürzen.
PennDOT bleibt vage – mögliche Konsequenzen für den Prüfer
PennDOT hat bisher keine weiteren Details zu den Vorfällen preisgegeben. Es bleibt unklar, ob gegen den verantwortlichen Prüfer strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden. Die Behörde betont jedoch, dass die Sicherheit im Straßenverkehr oberste Priorität habe und Manipulationen an Prüfungen nicht toleriert würden.