Bei einer scheinbar routinemäßigen Pressekonferenz sorgte der ehemalige US-Präsident Donald Trump mit einer bemerkenswerten Aussage für Aufsehen. In einem normalen Weißen Haus hätte eine solche Behauptung wochenlange Diskussionen ausgelöst – sei es über einen medizinischen Durchbruch oder die psychische Verfassung des Staatsoberhaupts.

Trump behauptete, ein noch nicht näher benanntes Medikament könne Menschen aus dem klinischen Tod zurückholen. „Wir haben Menschen behandelt, die tot waren“, erklärte er. „Einem wurde bereits die letzte Ölung gespendet – die Kinder weinten, alles war vorbei – doch nach der Gabe dieses Medikaments erholte sich die Person. Es funktioniert.“

Ein Video der Aussage verbreitete sich schnell in sozialen Medien. Kritiker und Faktenchecker reagierten mit Skepsis, da es keine wissenschaftlichen Belege für eine solche Wirkung gibt.

Trump bezog sich dabei auf den „Right to Try Act“, ein Gesetz aus seiner ersten Amtszeit. Dieses ermöglicht schwerkranken Patienten den Zugang zu noch nicht zugelassenen Therapien. Allerdings deutete Trump die seltene, aber mögliche Besserung schwerstkranker Patienten so um, als handele es sich um eine Art „Wunderheilung“ – ähnlich einer Zombie-Geschichte.

Experten weisen darauf hin, dass der „Right to Try Act“ ohnehin kaum praktische Auswirkungen hatte. Wie Stat News bereits 2024 berichtete, konnten Patienten bereits vor dem Gesetz experimentelle Behandlungen in Anspruch nehmen. Der Unterschied bestand lediglich darin, dass sie nun keinen rechtlichen Schutz mehr hatten, falls sie von unseriösen Anbietern betrogen wurden.

Trumps Aussagen sind kein Einzelfall. Während seiner Präsidentschaft und darüber hinaus sorgten seine Äußerungen regelmäßig für Kontroversen. Oft wurden seine Behauptungen später relativiert oder als metaphorische Übertreibungen dargestellt – doch im Zeitalter der „Post-Truth“-Politik fällt es zunehmend schwer, Fakten von Fiktion zu trennen.

Quelle: Futurism