Senator Rubén Gallego aus Arizona, ein möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028, gerät zunehmend unter Druck, nachdem sein ehemaliger Verbündeter, der Abgeordnete Eric Swalwell, wegen einer Flut von Vorwürfen sexueller Belästigung aus dem Rennen um das kalifornische Gouverneursamt ausgestiegen ist.
Frühere Unterstützung – heute Distanzierung
Gallego hatte Swalwell nicht nur öffentlich unterstützt, sondern auch dessen Präsidentschaftskampagne 2020 geleitet und in dessen KI-Startup investiert. Doch nun distanziert er sich von Swalwell und betont, keinerlei Kenntnis von den Vorwürfen gehabt zu haben. Zudem bestreitet er, jemals Gerüchte über Fehlverhalten gehört zu haben.
„Keine Ahnung, keine Kenntnis“ – Gallego auf die Vorwürfe
In einem kürzlichen Interview mit America, Actually räumte Gallego ein, dass die Enthüllungen über Swalwell eine „Gewissensprüfung“ ausgelöst hätten. Auf die direkte Frage, ob er von den Vorwürfen wusste oder Gerüchte kannte, antwortete er:
„Nein. Keine Ahnung, keine Kenntnis von irgendwelchen Vorwürfen oder entsprechendem Verhalten. Das war definitiv nicht der Fall – und schaut, wir haben alle Gespräche geführt … wer meint ihr mit ‚wir‘? Freunde, Kongressmitglieder, andere Unterstützer. Wir alle reden miteinander, um zu sehen: Was haben wir falsch gemacht? Was haben wir nicht gesehen?“
Auf die Nachfrage, ob es nicht Hinweise auf ein bekanntes Problem in Washington gegeben habe – etwa durch organisierte Frauen, die sich um die Vorwürfe scharten – blieb Gallego bei seiner Aussage:
„Nicht über die Vorwürfe, über die wir sprechen – sexueller Übergriff, ausbeuterisches Verhalten. Es gibt zwar eine Kultur in Washington, in der viele Politiker als ‚flirty‘ gelten, aber nie unangemessen, nie ausbeuterisch gegenüber Mitarbeitern oder in dieser Art.“
Wachsende Kritik an Gallego
Seine früheren Aussagen und Verbindungen zu Swalwell stoßen zunehmend auf Kritik, insbesondere bei Aktivist:innen und Opferschutzorganisationen. Einige werfen Gallego vor, durch seine Unterstützung Swalwells mögliche Taten erst ermöglicht zu haben. Der Senator betont jedoch, dass er selbst Opfer von Fehlverhalten geworden sei und sich klar gegen Belästigung positioniere.
Gallego zu seinen politischen Prioritäten
Trotz der Kontroverse bleibt Gallego ein zentraler Akteur in der Debatte um Einwanderungsreformen und die Ansprache lateinamerikanischer Wähler:innen. In dem Interview betonte er die Notwendigkeit, dass Demokraten stärker auf Männer of Color zugehen müssten. Die vollständige Folge des Gesprächs erscheint am Samstag, 25. April, ist für Vox-Mitglieder jedoch bereits früher verfügbar.
Fazit: Vertrauensverlust und politische Folgen
Gallegos Fall zeigt, wie schnell politische Allianzen in der heutigen Zeit an Glaubwürdigkeit verlieren können. Seine Distanzierung von Swalwell kommt spät – und wirft Fragen über die Verantwortung von Unterstützer:innen auf. Während Gallego weiterhin eine politische Rolle anstrebt, muss er sich nun den Konsequenzen seiner früheren Haltung stellen.