Falsche Partnerschaft mit Bruno Mars

Die von Sam Altman mitgegründete Firma Tools for Humanity, die an dem umstrittenen Projekt World arbeitet, hat erneut für Aufsehen gesorgt. In einer Ankündigung vom 17. April behauptete das Unternehmen, über ein neues Produkt namens Concert Kit Tickets für Bruno Mars’ anstehende Welttournee zu verkaufen. Doch der Clou: Der Künstler und sein Management wussten von nichts.

In einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber Wired bestätigten Bruno Mars Management und Live Nation, dass es keinerlei Partnerschaft gebe. Tools for Humanity habe sie nie kontaktiert. Die Falschbehauptung wirft erneut Fragen über die Seriosität des Unternehmens und seines Gründers auf.

Rückzieher und neue peinliche Werbung

Nach dem peinlichen Fauxpas hat Tools for Humanity seine Website aktualisiert. Ein Sprecher bestätigte, dass es keine Vereinbarung mit Bruno Mars gebe, das Concert Kit zu testen oder zu bewerben. Stattdessen wirbt das Unternehmen nun mit einer Partnerschaft mit der Band Thirty Seconds to Mars – der Rockband von Schauspieler Jared Leto, der in der Vergangenheit mit schweren Vorwürfen konfrontiert wurde.

Die Ironie ist kaum zu übersehen: Ein Unternehmen, das angeblich die menschliche Identität verifizieren will, erfindet eine vermeintliche Kooperation mit einem Superstar – und landet stattdessen bei einer Band, deren Name ebenfalls „Mars“ enthält. Unklar bleibt, ob die Partnerschaft mit Thirty Seconds to Mars vor oder nach dem Skandal ausgehandelt wurde.

Altmans fragwürdige Reputation

Dies ist nicht das erste Mal, dass Sam Altman mit unhaltbaren Behauptungen oder Halbwahrheiten in Verbindung gebracht wird. Ehemalige Mitarbeiter von OpenAI werfen ihm vor, über Jahre hinweg die Wahrheit gedehnt oder sogar gelogen zu haben. Dazu gehören unter anderem:

  • Verheimlichung von Nicht-Diskreditierungsvereinbarungen, die Mitarbeiter unterzeichnen mussten,
  • Die Aufgabe von OpenAIs ursprünglichem Ziel, künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) zum Wohl der Menschheit zu entwickeln.

Ein aktueller investigativer Bericht des New Yorker von Ronan Farrow und Andrew Marantz zeichnet ein düsteres Bild von Altmans Umgang mit der Wahrheit. Laut internen Dokumenten, die dem Magazin vorliegen, zeigt sich ein „konsistentes Muster“ des Lügens. Ein interner Vermerk listet als ersten Punkt auf: „Lügen“.

Altmans umstrittene Methoden

Die jüngsten Vorfälle unterstreichen Altmans Ruf, Realität nach Belieben zu interpretieren – sei es durch übertriebene Versprechungen oder schlichtweg erfundene Partnerschaften. Sein Engagement bei OpenAI, das einst als Vorreiter für transparente und ethische KI-Entwicklung galt, wirkt zunehmend fragwürdig. Kritiker werfen ihm vor, die Mission des Unternehmens für persönliche oder geschäftliche Interessen zu instrumentalisieren.

„Sam Altman zeigt ein konsistentes Muster des Lügens.“
– Interner Vermerk, zitiert im New Yorker

Fazit: Ein Muster der Täuschung?

Ob bewusst oder aus Naivität – die Serie an Fehltritten wirft ernsthafte Fragen über die Glaubwürdigkeit von Sam Altman und seinen Unternehmen auf. Während Tools for Humanity weiterhin an fragwürdigen Projekten wie dem Orb-Iris-Scanner arbeitet, das angeblich „Menschlichkeit“ verifizieren soll, häufen sich die Beweise für eine Kultur der Intransparenz. Die jüngste Panne mit der erfundenen Bruno-Mars-Partnerschaft ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Quelle: Futurism