Berufstätige Mütter leiden häufig unter Schlafmangel – und das wirkt sich massiv auf ihr Privat- und Berufsleben aus. Eine aktuelle Studie des Better Sleep-Teams, einem weltweit genutzten Entspannungs- und Schlaf-App-Anbieter mit über 65 Millionen Nutzern, zeigt: Über die Hälfte der berufstätigen Mütter in den USA (53 Prozent) hat in den letzten zwölf Monaten aufgrund von Schlafmangel im Job gefehlt, zu früh gegangen oder ihre Leistung nicht erbringen können. Bei 36 Prozent dieser Mütter ist dies sogar mehrfach vorgekommen.

Die Zahlen sind alarmierend: 35 Prozent der befragten Mütter schlafen lediglich sechs bis sieben Stunden pro Nacht, 26 Prozent kommen auf nur fünf bis sechs Stunden. Noch dramatischer ist die Situation für 14 Prozent, die mit vier bis fünf Stunden auskommen müssen, und die zwei Prozent, die weniger als vier Stunden schlafen. Nur 23 Prozent der Mütter erreichen die empfohlenen sieben Stunden Schlaf an einem durchschnittlichen Wochentag.

Doch warum kommen Mütter nicht zur Ruhe? Nicht, wie oft vermutet, wegen schreiender Babys oder nächtlichem Serienmarathon. Der Hauptgrund ist Stress: Sieben von zehn Müttern nennen Ängste, kreisende Gedanken oder die Beschäftigung mit täglichen Pflichten als Hauptursache für ihre Erschöpfung. Noch besorgniserregender: 73 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass ihr Schlafmangel nicht ernst genommen wird – und damit auch keine Unterstützung erfahren, um wirklich abschalten zu können.

„Mütter leben in einem Zustand ständiger Erschöpfung, die jeden Bereich ihres Lebens beeinflusst. Diese Daten machen sichtbar, was Millionen von Müttern bereits kennen, aber selten offen aussprechen: Schlaf ist kein Luxus, sondern die Grundlage für alles andere – und derzeit fehlt vielen Müttern genau das.“
Nathalie Walton, Geschäftsführerin von BetterSleep, in einer Pressemitteilung.

Die Folgen des Schlafmangels sind gravierend: 48 Prozent der Mütter fühlen sich weniger verbunden mit ihren Kindern, 46 Prozent sind gereizter und 34 Prozent greifen häufiger zu Bildschirmen, um ihre Kinder zu beschäftigen. Im Berufsleben führt die Erschöpfung bei fast einem Fünftel (19 Prozent) dazu, dass sie berufliche Ziele oder Beförderungen zurückstellen – aus purer körperlicher und mentaler Erschöpfung.

Die Studie zeigt nicht, dass Mütter versagen. Sie zeigt, dass sie zu viel gleichzeitig bewältigen müssen – und dabei an ihre Grenzen stoßen. Die Forderung nach mehr Unterstützung und Anerkennung für die Belastung berufstätiger Mütter wird damit immer dringlicher.