Seit Monaten bezeichnet Präsident Donald Trump den Konflikt mit dem Iran als Krieg – doch plötzlich ändert er seine Rhetorik. Statt von einem Krieg spricht er nun von „Exkursionen“, „kleinen Reisen“ oder sogar „Mini-Kriegen“. Der NBC-Moderator Seth Meyers hat diese Wortspiele in seiner Show „A Closer Look“ aufs Korn genommen und zieht sie ins Lächerliche.
„Ach, wie schön! Es ist ein kleiner Mini-Krieg. Wenn es nur ein kleines Ding ist, kann es doch nicht illegal sein“, spottet Meyers und imitiert dabei Trump. „Ich nenne es lieber Weltkrieg .003. Es ist einfach mein wunderschöner kleiner Krieg.“
Diese Woche verkündete die Trump-Administration das Ende der Militäroperation „Operation Epic Fury“, die Angriffe im Iran umfasste, und startete stattdessen „Project Freedom“ – ein Projekt zur Sicherung der Straße von Hormus. Meyers dazu: „Richtig, sie wechseln von ‚Operation Epic Fury‘ zu ‚Project Freedom‘. Sie benennen es einfach um. Sie behandeln den Krieg wie HBO.“
„Früher hatten sie HBO, dann HBO Go, HBO NOW, HBO Max, dann wieder Max und schließlich HBO Max. Aber wenn Sie mich fragen, wäre ein einfacherer Name doch ‚das mit Game of Thrones‘“, fügt er sarkastisch hinzu. „Und bevor Sie sich an ‚Project Freedom‘ gewöhnen, muss ich Ihnen sagen: Trump hat es bereits pausiert.“
Warum die ständigen Namenswechsel?
Meyers liefert auch eine Erklärung dafür: Trump habe kürzlich selbst verraten, warum die Regierung den Begriff „Militäroperation“ nutzt. „Sie nennen es eine Militäroperation, damit es kein Krieg ist und keine rechtlichen Probleme gibt“, erklärt Meyers. „Aber nur weil man ein Verbrechen anders benennt, macht es nicht legal.“
Sein sarkastisches Fazit: „Sie können die Handschellen wegstecken, Officer. Meine Oma wurde nicht ermordet – sie schläft nur in einem Erdloch im Garten!“
Das vollständige Segment von Seth Meyers können Sie im Video oben sehen.