Washington – US-Präsident Donald Trump hat das jüngste Angebot des Iran abgelehnt, die strategisch wichtige Straße von Hormuz für den internationalen Handel zu öffnen. Im Gegenzug sollte die USA ihre Blockade iranischer Häfen beenden und nukleare Verhandlungen verschieben. Trump betonte in einem Interview mit Axios, dass die Blockade wirksamer sei als militärische Angriffe.

„Die Blockade ist effektiver als Bomben. Sie ersticken wie ein ersticktes Schwein. Es wird für sie noch schlimmer werden. Sie dürfen keine Atomwaffe besitzen“, erklärte Trump. Gleichzeitig machte er klar, dass er die Blockade nicht aufheben werde, solange der Iran an seinem Atomprogramm festhalte. „Sie wollen eine Einigung. Sie wollen nicht, dass ich die Blockade aufhebe. Aber ich will das nicht, denn ich will nicht, dass sie eine Atomwaffe bekommen.“

Experten widersprechen jedoch Trumps Darstellung. Laut Analysten verfügte der Iran zum Zeitpunkt der ersten gemeinsamen Angriffe mit Israel noch nicht über die Kapazität, eine Atomwaffe zu entwickeln. Selbst US-Verteidigungsminister Pete Hegseth konnte bei einer Anhörung im Kongress keine akute nukleare Bedrohung durch den Iran bestätigen.

Während Trump das iranische Angebot zurückweist, bereitet das US-Zentralkommando (CENTCOM) eine neue Militäroffensive vor. Drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten von Plänen für „kurze, aber wirkungsvolle“ Angriffe auf iranische Infrastruktur. Ziel sei es, den Iran an den Verhandlungstisch zurückzubringen und zu Zugeständnissen zu bewegen – trotz Trumps eigener Aussage, dass militärische Schläge weniger wirksam seien als die Blockade.

Die Kosten für die bisherige Militäroperation „Epic Fury“ belaufen sich laut Pentagon auf rund 25 Milliarden US-Dollar. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter warnte am Mittwoch, dass die US-Blockade „bald mit praktischen und beispiellosen Maßnahmen“ beantwortet werde.