Trump übt Druck auf Unternehmen aus
Ex-Präsident Donald Trump hat erneut seine Unzufriedenheit über die Aufhebung seiner Zölle durch den Supreme Court geäußert. In einem Telefoninterview mit CNBCs Squawk Box drohte er Unternehmen, die ihre rechtmäßigen Rückerstattungen nicht beantragen, mit Konsequenzen.
Der Interviewer Andrew Ross Sorkin fragte Trump nach großen Konzernen wie Apple und Amazon, die bisher keine Anträge auf Rückerstattung der Zölle gestellt haben. Viele dieser Unternehmen fürchten, damit den ehemaligen Präsidenten zu verärgern.
Sorkin: „Es gibt eine Reihe sehr großer Unternehmen, darunter Apple und Amazon, die bisher keine Rückerstattungen für die Zölle beantragt haben. Ein Grund dafür ist, dass sie befürchten, Sie zu verärgern.“
Trump: „Ich finde das brilliant. Sie müssen mich sehr gut kennen. Ich bin sehr geehrt von dem, was Sie gerade gesagt haben. Wenn sie das nicht tun, werde ich mich an sie erinnern.“
Indirekte Drohung oder strategische Empfehlung?
Trumps Aussagen können als subtile Drohung interpretiert werden. Unternehmen, die ihre Zollrückerstattungen einfordern, könnten damit rechnen, dass der ehemalige Präsident dies negativ bewertet. Trump hat in der Vergangenheit bereits Unternehmen belohnt, die sich ihm gegenüber loyal zeigten, und andere öffentlich kritisiert.
Laut Supreme Court-Urteil steht Unternehmen das Recht zu, die gezahlten Zölle zurückzufordern. Dennoch deutet Trump an, dass Firmen, die davon Gebrauch machen, mit negativen Konsequenzen rechnen müssen. Eine solche Haltung wäre in jedem anderen politischen Kontext als unethisch und möglicherweise sogar als Korruption anzusehen.
Fehlende Konsequenzen für Trumps Aussagen
Normalerweise würden solche Äußerungen eines amtierenden oder ehemaligen Präsidenten zu massiver Kritik von Kongress, Medien und Öffentlichkeit führen. Doch unter Trump haben sich viele Standards verändert. Korruption und unethisches Verhalten wurden in seiner Amtszeit teilweise normalisiert, sodass mit wenig Gegenwehr zu rechnen ist.
Experten sehen in Trumps Aussagen ein weiteres Beispiel für sein Vorgehen, Druck auf Unternehmen auszuüben, um politische Loyalität zu erzwingen. Ob dies rechtliche oder politische Folgen haben wird, bleibt jedoch ungewiss.