Die Trump-Regierung hat am Dienstag ein iranisches Angebot zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus abgelehnt. Voraussetzung dafür wäre die Aufhebung der US-Blockade gegen den Iran. Gleichzeitig würde das Angebot die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm auf unbestimmte Zeit verschieben.
US-Außenminister Marco Rubio schloss in einem Interview mit Fox News am Montag eine solche Vereinbarung kategorisch aus. „Wir müssen sicherstellen, dass jede Vereinbarung definitiv verhindert, dass der Iran zu jeder Zeit auf eine Atomwaffe zusteuert“, betonte er. Das Angebot wurde der US-Regierung über Pakistan übermittelt.
Das Weiße Haus teilte mit, dass sich das nationale Sicherheitsteam von Präsident Donald Trump mit dem Vorschlag befasst habe. Eine offizielle Stellungnahme Trumps stehe noch aus.
Das iranische Angebot wurde am Montag bekannt, als der iranische Außenminister Abbas Araghchi Russland besuchte. Russland gilt seit langem als wichtiger Verbündeter des Irans. Unklar bleibt jedoch, welche Unterstützung Moskau nun leisten könnte.
Seit Beginn des Krieges wurden mindestens 3.375 Menschen in Iran und 2.521 Menschen im Libanon getötet. Im Libanon eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz erneut, zwei Tage nach Beginn des Iran-Krieges. Zudem kamen 23 Menschen in Israel und mehr als ein Dutzend in Golfstaaten ums Leben. Unter den Opfern befinden sich 16 israelische Soldaten im Libanon, 13 US-Soldaten in der Region sowie sechs UN-Friedenssoldaten im Süden des Libanons.