US-Präsident Donald Trump hat erneut mit einer falschen Aussage für Aufsehen gesorgt. In einer Pressekonferenz im Oval Office behauptete er, sein Vorgänger Barack Obama habe eine geplante Fusion zwischen Spirit Airlines und einer anderen Airline blockiert. Dabei bezog er sich auf ein Unternehmen, das bereits seit den 1980er-Jahren nicht mehr existiert.
„Spirit Airlines hatte Probleme. Sie wollten sich mit People Express oder einer ähnlichen Airline zusammenschließen, aber Barack Hussein Obama fand das keine gute Idee“, so Trump. „Wie hat das funktioniert? Es war schlecht für beide Seiten. Das wäre eine natürliche Fusion gewesen.“
Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: People Express wurde bereits 1987 abgewickelt – fünf Jahre bevor Spirit Airlines überhaupt gegründet wurde. Der US-Präsident verwechselte hier nicht nur die Namen der Airlines, sondern auch die Verantwortlichen: Die von ihm erwähnte Fusion betraf Spirit Airlines und JetBlue, die 2024 unter der Regierung von Joe Biden blockiert wurde. Grund dafür waren wettbewerbsrechtliche Bedenken, da die Fusion zu höheren Ticketpreisen und weniger Auswahl für Passagiere geführt hätte.
Nun erwägt die Trump-Administration jedoch, Spirit Airlines mit Steuergeldern zu retten. Laut Berichten stand ein Deal über 500 Millionen US-Dollar kurz vor dem Abschluss, der dem Bund eine 90-prozentige Beteiligung an der Airline sichern würde. „Wir überlegen, ob wir ihnen helfen – entweder durch eine Rettung oder einen Kauf. Ich denke, wir kaufen sie einfach. Wir würden sie praktisch schuldenfrei übernehmen. Sie haben gute Flugzeuge und wertvolle Vermögenswerte. Wenn der Ölpreis sinkt, verkaufen wir sie mit Gewinn“, erklärte Trump.
Zusätzlich betonte er: „Ich würde diese Jobs gerne retten und die Airline erhalten.“ Doch diese Pläne werfen erneut Fragen über die Verwendung von Steuergeldern ohne Zustimmung des Kongresses auf. Trumps Verwechslung von JetBlue mit People Express und von Obama mit Biden unterstreicht zudem seine wiederholten Fehlaussagen.
Spirit Airlines steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten und hat bereits zweimal Insolvenz angemeldet. Die Airline kämpft mit hohen Betriebskosten und sinkender Nachfrage. Ob die geplante staatliche Rettung tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.