Drei republikanische Senatorinnen und Senatoren haben sich kürzlich mit den Demokraten verbündet, um eine Resolution zur Beendigung des Iran-Kriegs gemäß dem War Powers Act zu unterstützen. Die Senatoren Susan Collins, Lisa Murkowski und Rand Paul stimmten für den Antrag, der eine Kongressabstimmung nach 60 Tagen vorsieht. Wie Politico berichtet, wächst die Unzufriedenheit innerhalb der republikanischen Partei weiter.

Die Abstimmung scheiterte knapp mit 50 zu 49 Stimmen. Hätte Senator John Fetterman aus Pennsylvania anders entschieden, wäre die Resolution durchgekommen. Experten wie Nicholas Grossman, Professor für Internationale Beziehungen und Autor eines aktuellen Artikels für MS Now, sehen darin ein Zeichen für wachsende politische und wirtschaftliche Risiken des Konflikts.

Neue Enthüllungen belasten Trumps Kriegsführung

Ein aktueller Bericht der New York Times enthüllt, dass die von Donald Trump und seinem Verbündeten Pete Hegseth propagierte Kriegsstrategie gegen den Iran weniger erfolgreich war als behauptet. Die wirtschaftlichen und politischen Folgen des Konflikts beginnen sich erst jetzt abzuzeichnen.

Grossman kommentiert die aktuelle Entwicklung kritisch:

„Die Senatoren, die sich jetzt von der Kriegsführung distanzieren, handeln aus gutem Grund. Die wirtschaftlichen und politischen Belastungen werden immer deutlicher.“

Besonders problematisch sei die Umgehung des War Powers Act, der eigentlich eine Kontrolle der Exekutive durch den Kongress vorsieht. Grossman verweist auf frühere Fälle, in denen Trump trotz congressionaler Resolutionen den Krieg im Jemen fortsetzte – und dies sogar mit einem Veto blockierte. „Die Machtverschiebung hin zum Präsidenten ist ein Zeichen für den demokratischen Rückschritt in den USA“, so Grossman.

Republikaner distanzieren sich von Trumps Rhetorik

Parallel dazu sorgt eine jüngste Aussage Trumps für Empörung: Er erklärte, ihm sei egal, wie sich die Inflation aus dem Krieg auf normale Bürger auswirke. Diese Äußerung löste innerhalb der republikanischen Partei weitere Verärgerung aus. Viele Republikaner versuchen nun, sich von Trumps Position zu distanzieren, um ihre eigene politische Zukunft zu sichern.

Experten wie Grossman warnen: „Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs werden sich noch verschärfen.“ Die wachsenden Spannungen innerhalb der GOP könnten langfristig zu weiteren Spaltungen führen.